Fr, 26. April 2019
08.12.2017 21:35

Salzburger Nockerln

Ein zu Hause für die Techno-Jünger

10 Jahre "Soda Club" mit Starbesetzung: Ein mutiger Schritt zum richtigen Mix

"Wir waren damals beide Quereinsteiger und hatten somit, außer dass wir selbst gerne ausgegangen sind, mit der Gastronomie nicht wirklich was am Hut."

Mit der Eröffnung des "Flip" 1984 bewiesen Inge und Franz Grubinger aber nicht nur Mut, sondern auch den richtigen Riecher. Denn schon kurze Zeit später standen die Salzburger nach coolen Cocktails und lässiger Musik vorm Lokal in der Gstättengasse Schlange. Daran hat sich bis heute nichts geändert, außer dass sich mittlerweile auch schon die Next Generation am Tresen einreiht.

Apropos: Die ist auch bei den Grubingers am Zug. Vor genau 10 Jahren gründete nämlich ihr Sohn Tobias, nur einen Steinwurf vom "Flip entfernt, den "Soda Club" um so auch Anhängern der elektronischen Musik eine Base zu bieten.

Ein durchaus mutiger Schritt im eher konservativen Salzburg, der ihm aber keineswegs den Boden unter den Füßen kostete. Ganz im Gegenteil: Gemeinsam mit heimischen DJ’s wie Linus Milchbrand (Stefan Gollackner), Aufgebasst (Julian Sungler & Konstantin Dreyer), Demuja (Bernhard Weiss), C Black (Robert Nyawade), BLAGO (Gabriel Oberndorfer & Benhard Larcher), Denggalengg (Andre Dengg) baute Grubinger sukzessive einen Nährboden für diese Szene auf.

"Dank des guten Netzwerks der Resident DJ’s ist es uns gelungen, jeden Freitag und Samstag den Fokus auf Techno & House zu legen und so auch internationale Acts wie z. B. Nick Curly, Peter Kruder oder Claptone nach Salzburg zu locken. Außerdem konnten wir mit der ,Dancehall-Night’ auch eine Plattform für Hip Hop- und Reggae-Fans schaffen", freut sich der Hausherr.

Selbstverständlich gaben sich auch zum Runden die Besten der Besten ein Stelldichein: Neben Demuja, Linus Milchbrand und Aufgebasst rockten Detroit Swindle die Turntables. Das niederländische Duo rund um Lars Dales und Maarten Smeets wird in der Szene rund um den Erdball gefeiert. Dass Smeets nun im "Soda" auflegte, ist für Grubinger die schönste Bestätigung.

Tina Laske, Kronen Zeitung

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