Glöcklerläufe

Böse Geister ¿weg-glöckeln¿

„Bitt´ gar schön um an Glöcklerkrapfen, lasst´s mi net lang im Schnee umstapfen, gebt´s ma oan oder zwen, dann kina ma wieder weida gehn.“ Mit diesem Sprücherl klopfen morgen, 5. Jänner, in vielen Teilen des Salzkammergutes die Glöckler an die Tür. In der letzten Raunacht, am Vorabend des Dreikönigstages, treiben die weiß gekleideten Passen ihr Spiel.

Mit den eindrucksvollen Lichtkappen gehen sie  einem heidnischen Brauch nach  im Gleichtakt, Zick-Zack und im Gänsemarsch mit den dumpf läutenden Glocken von Haus zu Haus oder am Marktplatz auf und ab.

„Wir machen Licht und wecken alles auf, was im Winterschlaf lag“, freut sich Fritz Zarhuber, Leiter der Glöckler in Vorchdorf auf den Brauch. Dabei gilt es, bis zu 20 Kilogramm in Form von Sturmhüten und Fünf- oder Sieben-Zack am Kopf zu tragen. Max Höllmoser, Chef der Passe Alt- und Jungkohlstadt Ebensee: „Für mich seit Generationen der wichtigste und schönste Brauch.“

Glöcklerlauf Ebensee (18 Uhr), Bad Goisern (19), Obertraun (17), Gmunden (17.55), Kirchham (17), Vorchdorf (17.30)

 

 

 

Foto: Reinhard Hörmandinger

Montag, 14. Juni 2021
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