03.01.2007 12:55 |

Nach fünf Tagen

Weitere Überlebende nach Fährunglück in Indonesien

Fünf Tage nach dem Fährunglück vor der indonesischen Insel Java haben Rettungskräfte am Mittwoch weitere 18 Überlebende gefunden. Nach Angaben der Behörden schwindet die Hoffnung, dass viele der immer noch gut 400 Vermissten überlebt haben könnten. Insgesamt 223 Menschen sind bisher gerettet worden. Sieben Tote wurden geborgen.

Die Fähre "Senopati Nusantara" war mit mindestens 631 Menschen besetzt, als sie am Freitag in einem Sturm vor Java unterging. Der Kapitän hatte per Funk schwere Sturmschäden gemeldet. Überlebende berichteten von ihrem Kampf gegen acht Meter hohe Wellen.

Die zuletzt aufgespürten 18 Überlebenden waren nach Angaben der Behörden etwa 500 Kilometer vom Unglückort entfernt gefunden worden. 15 von ihnen hatten sich östlich der Küste Javas an ein Riff geklammert. Keiner von ihnen habe lebensbedrohliche Verletzungen. Sie wurdem in ein örtliches Krankenhaus gebracht. Ein Sprecher der Suchmannschaften sagte, drei weitere Überlebende seien auf einer Ölplattform vor der Insel Madura entdeckt worden.

Die Suche soll bei Anbruch der Nacht unterbrochen werden und am Donnerstag weitergehen. Die Hoffnungen seien allerdings nicht mehr sehr groß.

Transportminister Hatta Radjasa sagte, die Fähre sei seetüchtig und noch relativ neu gewesen. Er sah das Wetter als Ursache des Unglücks an. Das Schiff war 1990 in Japan gebaut worden und für 850 Passagiere ausgelegt. Indonesische Passagierfähren sind allerdings bekannt für ihren geringen Sicherheitsstandard und nehmen oft mehr Passagiere auf als erlaubt.