Do, 16. August 2018

Geschäfte floppten

29.11.2017 17:03

Haftstrafe für Drogendealer

So können Drogengroßdealer also auch ausschauen: Zwei Häuflein Elend, blass und weinerlich, sitzen vor Richter Gernot Kugi und versuchen irgendwie zu erklären, wie man mit Anfang 20 ins Cannabisgeschäft einsteigt - und mehr als 100.000 Euro wieder verpulvert.

Insgesamt haben die beiden, 21 und 23, nach eigenen Angaben innerhalb eines Jahres rund 15 Kilo Cannabis als Zwischenhändler bezogen. Sechs davon wurden selbst verraucht, neun gingen an 30 Kunden. Bei einem Schwarzmarktpreis von rund zehn Euro pro Gramm kommt da einiges an Umsatz zusammen. Für ein Luxusleben reichte es aber offenbar bei weitem nicht. "Wir haben uns nur Essensbestellungen geleistet und letztlich trotzdem nur ein Minus gemacht", sagen beide Dealer.

Deshalb seien sie gezwungen gewesen, arbeiten zu gehen - als Köche. "Wie geht das, wenn man wie ein Wahnsinniger Joints raucht?", will Richter Kugi wissen. "Das geht." Den Chefs sei nichts aufgefallen, die Jobs seien gut erledigt worden, weshalb die beiden Freunde hoffen, nach dem Prozess bald wieder im Berufsleben Fuß fassen zu können. Denn mit der Drogenkarriere scheint es vorbei zu sein: Seit der Verhaftung sei man clean, wie Drogenschnelltests beweisen.

Die Urteile fallen gemäßigt aus: Bei einer Strafdrohung von bis zu 15 Jahren Haft - diese resultiert aus der großen Drogenmenge - gibt es jeweils drei Jahre, wovon eines abzusitzen ist. Das Duo akzeptierte.

Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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