Mi, 19. Dezember 2018

Unfall

29.11.2017 16:25

Pinzgau Bahn: Jetzt ist eine Ampel geplant!

Ein Zeitpunkt, der Bände spricht: Kurz nach einem Lokalaugenschein von Experten an der Pinzgau Bahn passierte am Dienstag am Bahnübergang in Stuhlfelden ein Unfall. Eine junge Frau übersah das Stoppschild. Dass jetzt eine Ampelanlage kommen soll, hatten die Verkehrsplaner schon zuvor beschlossen. Die Finanzierung von 300.000 Euro ist aber noch nicht geklärt.

Jeder Bahnübergang trägt ein Risiko mit sich. Deshalb verfolgen die Bundesbahnen österreichweit auch den Abbau von Kreuzungen. Jeder Unfall sei zuviel, so das klare Bekenntnis. An der Pinzgau Bahn, die von der Salzburg AG betrieben wird, gibt es unzählige kleine Übergänge. Viele sind nur mit Stop-Schild und Andreaskreuz gesichert: Eine 32-jährige Frau übersah am Dienstag. Ihr Sohn (9) saß mit im Auto: Zum Glück fuhr ein Schutzengel mit. Die Einheimische musste zwar ins Spital. "Es geht ihr aber gut. Wir haben heute schon telefoniert", ist Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher froh. Die Feuerwehr-Mannschaft rund um Einsatzleiter Alois Steger räumt die Unfallstelle auf. Vielen Unfalllenkern ist danach nicht klar, warum sie einfach in die Bahnkreuzung eingefahren sind. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reicht manchmal schon aus.

Nach dem strengeren Bahn-Gesetz muss jetzt jeder Gefahrenpunkt überprüft werden: "In Stuhlfelden ist eine Ampelanlage schon definitiv. Sie wurde bescheidmäßig festgesetzt", informiert Rudolf Prizovsky vom Referat Verkehrsunternehmen des Landes. Innerhalb von zwei Jahren muss die Technik installiert und einsatzbereit sein. Denn fest steht: Ein Rotlicht warnt Autofahrer viel deutlicher, als ein Stopschild. Prizovsky: "Da gibt es eindeutige Erfahrungen aus dem Straßenverkehr." Auch wer die Kosten von rund 300.000 Euro zu tragen hat, schreibt das Gesetz vor. In diesem Fall muss je eine Hälfte vom Bahnbetreiber Salzburg AG und vom Straßenerhalter kommen. Dabei trifft es die kleine Gemeinde, die bei Budget keine großen Sprünge machen kann.

Sicherheitskonzept mit Begleitstraße
Mehr Sorgen bereiten dem Experten vom Land, die vielen weiteren Übergang an der Mittersiller Straße bis auf Höhe Lagerhaus. Eine Begleitstraße soll hier gebaut werden. Darüber herrscht bereits politische Einigkeit. Am Mittwoch wurde im Landtag auf FPS-Antrag einstimmig ein neues Sicherheitskonzept für die Pinzgau Bahn beschlossen. Bis März 2018 soll ein Konzept mit einzelnen Maßnahmen vorliegen. Verkehrslandesrat Hans Mayr will eine Straße um 1,2 Millionen Euro errichten lassen. Die Grundeigentümer haben noch nicht zugestimmt. "Wir fordern, dass mit den Anrainern und Landwirten fair verhandelt wird. Zwangsmaßnahmen werden von uns abgelehnt", so Markus Steiner (FPS).

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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