Fr, 14. Dezember 2018

236,8 Millionen Euro

29.11.2017 15:28

Sozialkosten in Graz seit 2009 ein Drittel höher

Von 166,5 auf 236,8 Millionen Euro - von 2009 bis 2016 sind die Sozialausgaben in Graz um 30 Prozent gestiegen! Eine große Frage ist: Explodieren die Kosten für die Pflegeheime, wenn 2018 der Pflegeregress wegfällt? Die Ausgaben für die Mindestsicherung könnten heuer, ganz entgegen den Prognosen, sogar stagnieren.

Ein Überblick über die wichtigsten Sozialbereiche in Graz (40 Prozent der Kosten trägt die Stadt Graz, der Rest kommt vom Land):

- Mindestsicherung: 21 Millionen Euro wurden in Graz 2009 dafür in die Hand genommen, 2016 waren es 49 Millionen Euro. Für heuer wurde ein Anstieg auf 52 Millionen Euro prognostiziert. Laut VP-Sozialstadtrat Kurt Hohensinner werde für die Mindestsicherung heuer aber deutlich weniger aufgewendet (im niedrigen einstelligen Millionenbereich). Dies vor allem für österreichische Bezieher; der Anteil der ausländischen Bezieher liegt ja mittlerweile bei knapp 54 Prozent.

- Pflege: 73,5 Millionen Euro flossen 2009 an die Pflegeheime - 2016 waren es 94,5 Millionen Euro (heuer wird es wieder ein wenig mehr sein). Weil per 1. Jänner der Pflegeregress wegfällt, gibt es die Befürchtung, dass die Kosten in Graz explodieren könnten. Interne städtische Prognosen sprechen von Zusatzkosten von 6 bis 7,5 Millionen Euro.

Der für die Pflege zuständige KP-Stadtrat Robert Krotzer sieht diese Gefahr nicht: "Die Kosten werden nicht rasch stark steigen, allein weil die Grazer Pflegeheime jetzt schon gut belegt sind. Es gibt also gar nicht die Betten für einen Ansturm auf die Pflegeheime." 2016 seien durch den Regress 4,4 Millionen Euro an die Stadt zurückgeflossen.

- Behindertenhilfe: 45,3 Millionen Euro betrug die 2009 - 72,5 Millionen Euro im Vorjahr. Für heuer sind 74 Millionen Euro budgetiert - man werde aber, so Sozialstadtrat Hohensinner, minimal mehr brauchen.

Von: Gerald Richter

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