Sa, 15. Dezember 2018

Nordkorea frohlockt:

29.11.2017 08:55

"Können nun alle Ziele in den USA angreifen"

Nordkorea sieht sich nach seinem neuerlichen Raketentest zu Angriffen auf sämtliche Ziele in den USA in der Lage. Die "gesamten Kontinental-USA" lägen nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen, hieß es in einer am Mittwoch im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung. Laut Machthaber Kim Jong Un habe man mit der bisher "stärksten Interkontinentalrakete", die mit einem großen Sprengkopf bestückt werden könne, sein "großes historisches Ziel" erreicht, eine Atommacht zu werden.

Die USA und Japan widersprachen zwar der Darstellung Nordkoreas, dass der Raketentest erfolgreich verlaufen sei - nach US-Erkenntnissen stürzte das Geschoss etwa 1000 Kilometer vom Startort entfernt ins Meer -, US-Experten zufolge handelte es sich aber um eine besonders starke Rakete mit einer außergewöhnlich hohen Flugbahn, die auf eine Reichweite von 13.000 Kilometern hindeute. Damit wären alle US-Metropolen erreichbar. Mit bisherigen Raketen hätte Nordkorea auf dem US-Festland allenfalls den dünn besiedelten Bundesstaat Alaska erreichen können.

"Haben unsere Atomstreitmacht vervollständigt"
Kim Jong Un würdigte den Raketentest als historisches Ereignis. Der Machthaber habe "mit Stolz erklärt, dass wir nun unser großes historisches Ziel erreicht haben, unsere staatliche Atomstreitmacht zu vervollständigen", hieß es im Staatsfernsehen. Es habe sich um die "stärkste Interkontinentalrakete" gehandelt, die Nordkorea jemals entwickelt habe. Die Rakete vom Typ Hwasong-15 könne mit einem großen Sprengkopf bestückt werden. Damit könne sich Nordkorea gegen "die nukleare Erpressungspolitik und die nukleare Bedrohung durch die US-Imperialisten" verteidigen.

USA und Japan warnen Nordkorea
US-Präsident Donald Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe warnten die nordkoreanische Führung, durch die fortgesetzten Raketentests die eigene Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Nach einem Telefonat veröffentlichten die beiden Politiker am Mittwoch eine gemeinsame Erklärung, in der es heißt: "Die Provokationen des nordkoreanischen Regimes untergraben seine eigene Sicherheit und treiben seine Isolation in der internationalen Gemeinschaft voran."

Südkorea: "Situation könnte außer Kontrolle geraten"
Trump telefonierte auch mit Südkoreas Präsident Moon Jae In. Moon warnte eindringlich vor einer weiteren Eskalation durch Nordkorea oder die USA: "Die Situation könnte außer Kontrolle geraten. Wir müssen das Szenario vermeiden, in dem der Norden die Lage falsch einschätzt und uns mit Atomwaffen bedroht oder in dem die USA einen Präventivschlag erwägen." Südkoreas Militär hatte kurz nach dem nordkoreanischen Raketenstart mit einer Raketenübung, an der die Bodentruppen sowie die Luftwaffe und die Marine beteiligt waren, reagiert.

Video: Südkorea reagiert mit Raketenübung

UN-Sicherheitsrat einberufen
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete den Raketentest Nordkoreas als "klaren Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats" und warnte das Regime in Pjöngjang vor "weiteren destabilisierenden Schritten". Der Test wird am Mittwoch auch den UN-Sicherheitsrat beschäftigen.

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm, seit 2006 hat das Land insgesamt sechs Atomtests vorgenommen. Die US-Regierung brachte wiederholt ein mögliches militärisches Vorgehen gegen Pjöngjang ins Spiel. Bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im September drohte US-Präsident Trump sogar mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Leitgeb strahlt
Salzburg-Routinier: „Nichts spricht gegen Titel“
Fußball International
Ab nach Saudi-Arabien
Ex-„Bullen“-Knipser Soriano hat einen neuen Klub
Fußball International
Gregoritsch im Talk
Glaube und Fußball halfen bei Schicksalsschlägen
Fußball National
Bestürzung nach Tat
Die Hintergründe der Adelstragödie
Niederösterreich
Jetzt spricht Tochter
Hundertwasser: Der Krimi um das dunkelbunte Erbe
Österreich
Verschärfte Sex-Regeln
Facebook verbietet Usern sexuelle Andeutungen
Digital
Genuss ohne Reue
Herzgesundes Weihnachtsmenü
Gesund & Fit
Geheimdienst-Hinweise
„Schattenarmee“: Auch Österreicher beteiligt
Österreich
Schlüpfriger Rückblick
Kim Kardashians schärfste Nackt-Momente des Jahres
Video Stars & Society
Zehner-Meisterschaften
Formatänderung der Regionalliga West beschlossen!
Fußball National
0:2 gegen Wolfsburg
Nürnberg verliert wieder, Margreitter spielt durch
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.