Mi, 26. September 2018

Sofort suspendiert

28.11.2017 07:39

"Sex-Lehrer" am Gymnasium - Polizei ermittelt

Riesenwirbel Montagfrüh an einer Schule in Niederösterreich. Getuschelt wird schon länger: Ein Lehrer steht unter Verdacht, seine Schüler sexuell belästigt zu haben. Von Eltern alarmiert, durchsuchten Polizeibeamte das betroffene Gymnasium. Computer und Dateien wurden sichergestellt und werden genau überprüft.

Besorgte Eltern hatten Anzeige erstattet. Sie hatten mitbekommen, dass ihre Kinder vom 33-jährigen Werklehrer schlüpfrige WhatsApp-Nachrichten erhalten haben bzw. dass er ihnen zu nahe getreten sei. Auch von pornografischen Darstellungen auf einem PC war die Rede - für das Landeskriminalamt Niederösterreich (Gruppe Sexualdelikte) Anlass, sofort zu handeln, dem Pädagogen genau auf die Finger zu schauen und Durchsuchungen an der Schule durchzuführen.

Im Zuge der Einvernahme wurde auch in seiner Privatwohnung Nachschau gehalten, ob sich etwa am Computer verdächtiges Material wie Pornos befinden. U-Haft wurde vom zuständigen Landesgericht Korneuburg nicht verhängt.

Lehrer droht Berufsverbot
Der betroffene Lehrer ist mit sofortiger Wirkung und bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts suspendiert. Weiters wurde er "mit einem Betretungsverbot der Schule bis zur Klärung des Sachverhaltes belegt", so ein Sprecher des Landesschulrates. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht ihm im Fall einer Verurteilung ein lebenslanges Berufsverbot.

Die Einvernahme des Pädagogen dauerte am Montagnachmittag an. Befragt werden sollen auch angebliche Opfer des Mannes. Der Sachverhalt werde dann der Staatsanwaltschaft angezeigt, so Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich.

Am Dienstag werde eine Schulpsychologin an das Gymnasium kommen, teilte der Sprecher weiter mit. Sie werde für Gespräche mit Schülerinnen und Lehrerkollegen des Verdächtigen zur Verfügung stehen.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder schlimme Zwischenfälle mit Pädagogen in Niederösterreich.

Martina Münzer, Kronen Zeitung/krone.at

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