27.11.2017 07:28 |

Einsatz mit Toten

Islamist aus Wien sorgt für Blutbad in Georgien

Spektakulärer und tödlicher Anti-Terror-Einsatz in Georgiens Hauptstadt Tiflis: Bei der Erstürmung einer Wohnung lieferten sich die darin befindlichen Zielpersonen ein heftiges Feuergefecht mit der Spezialeinheit. Bilanz: vier Tote. Unter ihnen soll sich laut Insiderinformationen auch der jahrelang in einem Wiener Gemeindebau versteckt gehaltene Austro-Terrorist Ahmed C. befinden.

Dieser Anti-Terror-Einsatz lief nicht nach Plan: Eigentlich sollte "nur" eine Wohnung gestürmt werden. Mit einer derart heftigen Gegenwehr hatte man aber offenbar nicht gerechnet: 20 Stunden lieferten sich die schwerst bewaffneten Zielpersonen Feuergefechte mit der Spezialeinheit, die sogar Panzer anrücken ließ. Immer wieder kam es zu Explosionen. Und so wurde aus einem "normalen" Einsatz ein Blutbad. Drei mutmaßliche Terroristen wurden getötet, ein Polizist starb im Spital. Nur ein Verdächtiger wurde lebend verhaftet.

Auch nach Tagen hüllen sich die Behörden in Schweigen - über den Einsatzgrund wie auch über die Identitäten der Toten. Laut Insidern sei es aber um eine ganz besondere Zielperson gegangen: Ahmed C., einen islamistischen Top-Terroristen. Ein IS-Offizier, der in der "Krone" bereits für Schlagzeilen sorgte.

Lebte jahrelang in Wiener Gemeindebau
Mit seiner angeblich mittlerweile geschiedenen Ehefrau und fünf Kindern lebte der Tschetschene (er verlor bei Gefechten in Georgien und Syrien Arm und Bein) jahrelang als Flüchtling in einem Wiener Gemeindebau von Sozialhilfe.

Interessant auch: Die Wohnung in Tiflis gehört einer Tschetschenin, die seit Jahren in Österreich lebt.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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