So, 18. November 2018

Wollten nach Wien

26.11.2017 17:03

Syrer als Frau verkleidet: Falsches Paar in Haft

Einfallsreich, aber an der schauspielerischen Leistung müssen sie noch arbeiten: Zwei syrische Flüchtlinge versuchten, als Eltern getarnt von Athen nach Wien zu fliegen. Dafür schlüpfte einer der beiden in ein Frauenkleid, ein dreijähriges Kind hatten die Illegalen für die Maskerade dabei. Das "Rollenspiel" flog auf.

Erst am Sonntag berichtete die "Krone" über die derzeit verstärkten Kontrollen von Flugpassagieren aus Griechenland auf dem Flughafen Wien-Schwechat. Diese zwei Flüchtlinge sind allerdings gar nicht so weit gekommen - obwohl sie all ihren Einfallsreichtum für die illegale Flugreise per Linienmaschine nach Österreich eingesetzt hatten.

Als Ehepaar getarnt
Getarnt als Ehepaar, ausgestattet mit den passenden, gefälschten Dokumenten, wollten die zwei Syrer am International Airport Athen durch die Kontrollen in die Maschine Richtung Österreich gelangen.

Langes Kleid und Kopftuch
Dafür war einer der beiden, ein 23-Jähriger, kurzerhand in die Frauenrolle geschlüpft - blank rasiert, in ein langes Kleid und ein Kopftuch gehüllt. Der dreijährige Sohn des 25-jährigen "Gatten" sollte das illustre Schauspiel einer Jungfamilie perfekt machen. Doch das "Rollenspiel" hatte der jüngere der beiden Syrer offenbar nicht wirklich drauf - Zollbeamte durchschauten noch rechtzeitig den Gender-Betrug.

Männer in U-Haft
Die Verdächtigen wurden verhaftet. Besonders dreist: Das Reisebudget von mehr als 1300 Euro in bar hatten die beiden Illegalen unter der Kleidung des dreijährigen Buben versteckt. Die Männer kamen in Untersuchungshaft, das Kind in Obhut des griechischen Jugendamtes - das nun versucht, die "echte" Mutter ausfindig zu machen.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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