Di, 16. Oktober 2018

Knick im Image:

22.11.2017 15:47

"Job-Eigentor" im Linzer Landhaus

Vor exakt einem Jahr präsentierte LH Thomas Stelzer (ÖVP), damals noch LH-Vize, als Personalreferent eine Imagekampagne, mit der sich das Land als "attraktiver Arbeitgeber" präsentiert. Diesem "Employer Branding" widerspräche aber die geplante gekürzte Lohnerhöhung, zeigen auch viele Protestmails.

"Das Land als Arbeitgeber befindet sich am Arbeitsmarkt im Wettbewerb um Bewerberinnen und Bewerber mit passender Qualifikation. Diesem Wettbewerb müssen wir uns stellen und darin eine gute Position einnehmen", so Stelzer am 23. November 2016. Sein Fazit damals: "Wir müssen als Arbeitgeber attraktiver werden." Dieses aktive "Employer Branding" betreibt das Land noch immer.

Niedrigere Gehaltserhöhung
Zugleich allerdings plant Landeshauptmann Stelzer, immer noch Personalreferent, eine deutlich niedrigere Gehaltserhöhung für die Bediensteten des Landes und der Landesunternehmen: Statt 2,33 Prozent wie gerade für die Bundesbediensteten vereinbart, soll es nur ungefähr ein Prozent Lohnplus geben, bei niedrigen Einkommen allenfalls mehr.

Anerkennung und Wertschätzung?
Darin sehen nicht nur viele aktive Landesbedienstete ein "Job-Eigentor", wie aus vielen Protestmails hervorgeht: "Das ist doch ein Riesenwiderspruch, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und zugleich bei der Lohnerhöhung zu knausern", so der Tenor. Dies umso mehr, als ja "Anerkennung und Wertschätzung" zu den  drei wichtigsten Faktoren der  Arbeitgeberattraktivität an sich gehören.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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