Fr, 17. August 2018

"Krone"-Ombudsfrau

22.11.2017 11:43

Versandhaus: Wer nicht bestellt, wird „bestraft“!

Wenn eine Firma durch spezielle Anreize versucht, bestehende Kunden zu motivieren, wieder einmal etwas zu kaufen, spricht dagegen wohl wenig. Die Vorgehensweise des Versandhändlers 3Pagen erscheint hingegen mehr als fragwürdig. Einer 74-jährigen Wienerin sendete man nämlich einen Katalog mit der Ankündigung, dass dieser ihr letzter sein könnte…

"Dieser Katalog könnte Ihr letzter sein" steht groß auf dem Katalog, den Ingeborg F. von 3Pagen erhielt. Die Wienerin hat bei dem Versandhaus öfter eingekauft. Offenbar aber zu wenig. Denn Frau F. wird darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie keine Kataloge mehr erhalten wird, wenn sie nicht innerhalb von 14 Tagen eine Bestellung tätige - quasi als "Bestrafung". Neben der Art, wie man sie zum Einkauf "animieren" wollte, empfand die 74-Jährige die Formulierung "Ihr letzter Katalog" als Zynismus. "Das kann man auch als Anspielung verstehen, dass ich den nächsten Katalog nicht mehr erlebe", war die Leserin empört. Kurios: In einem beigelegten Brief entschuldigt sich der Geschäftsführer. Alles sei ein Missverständnis, einen Gutschein gebe es oben drauf. "Ich finde solche Methoden letztklassig und werde nichts mehr bestellen", so Frau F. weiter.

3Pagen entschuldigte sich auf Anfrage für den Ärger und dafür, dass die Formulierung "Ihr letzter Katalog" derart befremdlich berührte. Aufgrund von Kostenbegrenzung und umweltbewusstem Vorgehen versuche man, die Kataloge gezielt zu versenden. Eine Marketing-Aktion völlig am Kunden vorbei, findet Ihre Ombudsfrau!

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