Di, 23. Oktober 2018

Sicherheitsmaßnahmen

21.11.2017 16:44

Morgen wird Salzburg in Lichterglanz getaucht

Der Christbaum aus Lamprechtshausen (siehe S. 30) wurde erfolgreich an seinen Stammplatz befördert und erhellt am Eröffnungstag morgen, 18 Uhr erstmals den Residenzplatz. In diesem Jahr lässt der 44. Salzburger Christkindlmarkt Kinderaugen leuchten, denn die Kleinen stehen im Mittelpunkt - auch im Domquartier.

Schon bevor 700 LED-Lichter die 25 Meter hohe Fichte erstrahlen lassen, öffnen die rund 100 Standler morgen, Donnerstag, um 10 Uhr ihre Holzhütten und freuen sich wieder bis zum 26. Dezember auf bis zu einer Million Besucher aus aller Welt.

Christkindlmarkt-Obmann Wolfgang Haider hat am Dienstag nicht nur verraten, dass bei der Eröffnung eine kleine Überraschung auf die Besucher wartet, sondern auch den Schwerpunkt im 44. Jahr offengelegt: Kinder. "Wir alle sind Kinder in unserem Herzen. In diesem Jahr wird nicht nur der Domplatz besser ausgeleuchtet, es sollen auch die Kinderaugen strahlen."

Das fängt an beim Sortiment der Standler, das von pädagogischem Holzspielzeug über Schneekugeln bis hin zu Nussknackern reicht. "Am Freitagnachmittag treten reine Kinderchöre auf. Auch das Turmblasen mit den Kindern vom Musikum wird nach dem Erfolg vom Vorjahr wieder fortgesetzt", gibt Haider noch eine kleine Überraschung preis: "Das Christkind kommt heuer aus dem Pinzgau." Überdies können Kids an der Station direkt unter dem Christbaum Lebkuchen selbst backen, Krippen besichtigen oder einen vor Ort aufgebrühten Tee schlürfen. Am Stand 76 wartet ein Gewinnspiel auf die jungen Besucher. Der kreativste Maler wird mit einem attraktiven Preis prämiert: einem Urlaub auf den Bauernhof.

Kooperation mit Domquartier
Natürlich darf der Nikolo am 6. Dezember nicht fehlen. Er marschiert vom Domplatz ins Domquartier und bringt den Kleinen eine Bescherung. Apropos Domquartier: Das ist derzeit nicht nur umgeben von einer Baustelle, da der Eingangsbereich zum Residenz-Innenhof neu gestaltet wird, sondern auch vom Salzburger Christkindlmarkt, mit dem seit 2015 kooperiert wird. "Diese Zusammenarbeit haben wir nun intensiviert, indem wir Kinder an die Geschichte unseres Landes heranführen", stimmt sich Geschäftsführerin Elisabeth Resmann samt Team seit Monaten auf das Fest der Feste ein.

Neben dem Vermitteln von Bräuchen und Sitten anderer Länder werden im Domquartier auch noch die Augen der Kids für Bilder geschult, Weihnachtssterne sowie Christbaumschmuck selbst gebastelt und den Wegen des heiligen Nikolaus von Myra nachgespürt.

Sicherheitskontrollen ja, Personenkontrollen nein
Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 wurden ausführliche Gespräche mit der Stadt zum Thema Sicherheit geführt (siehe Interview).

"Wir können nur präventiv tätig sein. Wir haben im Vorjahr feststellen müssen, dass den Handwerkern schon beim Aufbau viel abhandengekommen ist, weshalb ein ziviler Wachdienst schon seit Wochen unterwegs ist. Täglich sind vier bis 20 Personen im Einsatz, je nach Bedarf", denkt Haider auch an Sicherheitskontrollen an den Eingängen. Und: "Vielleicht geben wir Geld aus, das wir gar nicht ausgeben müssten, aber sicher ist sicher."

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

Interview
Stadt steuert 10.000 Euro bei - Bürgermeister Harald Preuner liegt die Sicherheit am Salzburger Christkindlmarkt sehr am Herzen - er lässt hierfür Geld fließen.

Viele denken an den 8. Dezember des Vorjahres zurück, jener Tag, an dem Tausende Schalke-Fans zum Fußballmatch nach Salzburg gereist sind. Die Sicherheitsmaßnahmen am Christkindlmarkt wurden immens erhöht. Wie sieht es heuer aus?
Natürlich sind wir auch heuer wieder auf alles vorbereitet. Es gibt zwar einen eigenen Wachdienst, aber Personenkontrollen wie am Münchner Oktoberfest sind nicht vorgesehen.

Inwiefern beteiligt sich die Stadt am Thema Sicherheit?
Wir übernehmen einen Teil der Kosten und steuern 10.000 Euro bei. Nur mit der Gebühr der Aussteller wäre der Polizeieinsatz nicht zu bewältigen.

Wie steht Salzburg im Vergleich zu anderen Städten da?
Mit Blick auf Wien, Linz und Innsbruck hält es jeder mit den Kontrollen anders. Was nicht vergessen werden darf: Salzburg zählt zu den 15 schönsten Christkindlmärkten der Welt.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.