22.11.2017 13:53 |

Bigelows Rassendrama

"Detroit"

Schreiende Demonstranten, berstende Schaufenster, kaltblütige Polizisten, die gegen sie knüppeln, eine Straße wie ein Kriegsgebiet: Im Detroit der 60er-Jahre brodelt es, Schwarze kämpfen für ihre Rechte. Weiße halten dagegen, Rauchschwaden von brennenden Läden ziehen in den Himmel. Es gibt im aktuellen Hollywoodkino niemanden, der solche Szenen mit der gleichen Intensität umsetzen kann wie Kathryn Bigelow. Nach dem oscarprämierten "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zur Arbeit von Bombenentschärfern im Irak und dem kommerziell erfolgreicheren "Zero Dark Thirty" über die Ermordung Osama Bin Ladens hat sie sich nun einem düsteren Kapitel der USA angenommen: Die Aufstände und Unruhen in Detroit vor 50 Jahren und die seit Jahrzehnten andauernde brutale Gewalt durch Polizisten gegen Schwarze.

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