Di, 14. August 2018

Maggies Kolumne

17.11.2017 13:13

Unwissenheit

Meinem Team und mir liegt jedes Tier am Herzen. Für jede Fellnase, die uns gemeldet wird, geben wir unser Bestes, um ein gutes neues Zuhause zu finden. Geduldig sollen die neuen Besitzer sein. Verständnisvoll und engagiert und ein wenig Einfühlungsvermögen und Fachkenntnis wären auch nicht schlecht. Aber das wichtigste ist natürlich, dass Frauchen und Herrchen besonders viel Liebe mitbringen und geben.

Die Vierbeiner, die über uns vergeben werden, haben zumeist eine mehr als traurige Lebensgeschichte. Sie werden verstoßen, weil sie einfach im Weg sind, lästig geworden sind, mehr Arbeit machen als gedacht, mehr Zeit beanspruchen als man bereit ist zu geben, und und und... Ich möchte diese Argumente zusammenfassen: Weil es Menschen gibt, von denen man meinen könnte, sie seien schlichtweg zu blöd, um die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.

Dazu leider ein aktuelles Beispiel: Eva Wolfsberger von der Weizer-Pfotenbrücke aus der Steiermark hat seit wenigen Tagen einen "Neuzugang". Ein erst zwölf Wochen altes, entzückendes, rot-weißes Katzenmädchen. Ihre Besitzer hatten das Tier wochenlang in einen kleinen Käfig gesperrt. Völlig alleine! Als Erziehungsmaßnahme. Denn, man stelle sich vor: die kleine Katze, dieses böse Ding, hat doch tatsächlich ein Meerschweinchenbaby gestohlen. Da muss man doch harte Maßnahmen setzen, meinten sie.

Dass Katzen Raubtiere sind, und Kätzchen verspielt, das wussten die Besitzer nicht. Ich frage Sie, sollen solche Menschen überhaupt ein Tier halten dürfen? Die Samtpfote wird sich Dank   Eva Wolfsberger erholen - und vergeben wird sie nur an Menschen, die wissen was es bedeutet, ein Lebewesen aufzunehmen.

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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