Mo, 15. Oktober 2018

Ihre Spende hilft!

16.11.2017 10:34

Alice Ermischer gibt armen Hunden eine Chance

Alice Ermischer ist erst 26. Sie arbeitet. Sie studiert. Und hat dennoch seit Jahren bis zu 15 Pflegehunde aus schlechten Verhältnissenbei sich, sozialisiert und vermittelt die Tiere. Hier kommt Ihre Spende an!

Es gibt Menschen, die beeindrucken einen sehr. Wie Alice, der man sofort den absoluten Hundeverstand zutraut. Sie geht schon mal zum Rottweiler, von dem sie nichts weiß, außer dass der Besitzer ihn "auf die Straße schmeißt, wenn er nicht sofort geholt wird". Sie legt ihm das Halsband um, nimmt ihn mit heim, gliedert ihn in ihr Rudel ein. Alice hat Pflegehunde, seit sie 15 ist, "natürlich kriegt man da Erfahrung, ein Gefühl."

Viele Schicksale, die sehr ans Herz gehen
"Aber natürlich ist es nicht so, dass ich nie gebissen werde oder an meine Grenzen stoße." Dass Alice einen Hund aufgegeben hat, ist aber noch nie passiert. Nicht einmal "Edi", den Bullterrier. Seine Vorbesitzer hat er gebissen, x-Mal hat er auch bei Alice geschnappt. Alice hat nicht aufgegeben. Und das Unvorstellbare ist passiert: "Edi" hat, obwohl Alice immer die volle Wahrheit über ihn gesagt hat, neue Besitzer gefunden. Die mit ihm umgehen können. Und ihn total lieben. Ein Hund, der eigentlich keine Chance gehabt hätte; Alice gab ihm eine.

Was sie aber aufgegeben hat, das ist, mit den Menschen zu hadern. Mit Züchtern, die ihre Hündinnen jahrelang grauenvollst dahinvegetieren, sie im Dreck und Dunkeln Junge um Junge kriegen lassen - bis sie nicht mehr gewinnbringend sind und ,aussortiert‘ werden. Da gibt es Hündinnen, die schreien, wenn man sie das erste Mal auf Gras setzt; weil sie es noch niemals gespürt haben. Alice hadert nicht mit jenen, die ihre Hunde zu ihr "auf Pension während des Urlaubs" bringen - und beinhart nicht mehr abholen. Sie hadert nicht mehr mit jenen, die ihren Vierbeiner "zum Tierarzt zum Einschläfern gebracht haben, weil er nur Geld kostet". "Es hilft dem Tier nichts, wenn ich mich darüber kränke - obwohl mir viele Schicksale schon sehr sehr ans Herz gehen", sagt Alice Ermischer.

Resozialisierung von Hunden, Schulung von Besitzern
Wenn Tiere mit gebrochenen Hüften kommen, weil sie so misshandelt wurden. Oder mit abgeschnittenen Gliedmaßen. Die sich anpinkeln vor lauter Panik, wenn sie Menschen nur sehen. "Ich schaue da nicht zurück, sondern nach vorne, ich hab nur ein Ziel: dass diese Tiere ein liebevolles Dauerplatzerl bekommen." Alice sozialisiert die Tiere spitzenmäßig, gewöhnt sie, wenn gewünscht, auch an Kind, Huhn, Pferd, trainiert mit den künftigen Besitzern, berät sie in allen möglichen Fragen, ist auch danach immer für sie erreichbar.

Viele Hundebesitzer in spe beruhigt ja schon, dass die Alice im Notfall da wäre, wenn es Probleme mit den Hunden, die ja oft genug aus schwierigen Verhältnissen stammen, geben könnte. Auch den Verein "Bullterrier in Not Österreich" betreut die 26-Jährige. Dazu kriegt jeder (!) ihrer Hunde täglich ausgiebig Gassizeit, kommt im Garten zum Spielen. Jeder von uns, der nur einen Hund hat, weiß, wie viel Arbeit nur ein Tier ist! Alice hat 15… Wie die junge Frau das alles, inklusive Job und Studium, schafft? "Wenig Schlaf, sehr wenig", sagt sie.

  • Alice Ermischer studiert Veterinärmedizin
  • Sie ist nahe Eisenstadt zuhause und betreut dort eine Pflegestelle, an der bis zu 15 Tiere Aufnahme finden
  • Sie arbeitet mit ihren Schützlingen, resozialisiert sie
  • Auch hier kommt Ihre Spende an, vor allem in Form von Futter und Tierarztkosten! "Manchmal ist es sehr, sehr knapp mit Geld", gibt die Burgenländerin zu. "Ich bin da der 'Krone'-Familie für Hilfe wirklich sehr dankbar!" Und hier kommt sie auch an.
  • Sie finden Alice Ermischer und ihre Schützlinge auch auf Facebook.

Spenden an: Verein "Freunde der Tierecke", IBAN: AT93 6000 0000 9211 1811, BIC: OPSKATWW.

Christa und Eva Blümel, Kronen Zeitung

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