Bloggerin der Woche

Alexaubry: "Gekaufte Klicks finde ich schrecklich"

Alexandra (26) aus Baden bei Wien hat vor zwei Jahren ihren Blog "ALEXAUBRY" gestartet, in dem sie Fitness, gesundes Essen und alles rundherum thematisiert. In der Blogger-Szene wächst nicht nur die Konkurrenz, sondern auch die "Ellenbogentechnik" nervt sie immer mehr. City4U sprach mit Alex:

#1. Wann und warum hast du zu bloggen begonnen?

Lustigerweise habe ich mich immer gewehrt, einen Blog zu gründen. Nachdem ich zuerst abgenommen und danach mit dem Fitnesstraining begonnen habe, wollte ich mittels Instagram auch anderen eine kleine Motivation sein, und habe oftmals Gerichte und Rezepte gepostet. Irgendwann habe ich gemerkt, dass es ganz gut ankommt und es viel einfacher ist, alles am Computer zu 'tippen' und somit habe ich vor ungefähr zwei Jahren meinen Blog gestartet.

#2. Welchen Service kann ein Blogger seinen Lesern bieten, den andere Medien nicht bieten können?

Ganz klar: Die persönliche Note. Ich finde es toll, wenn ein Blogger authentisch und ehrlich wirkt, solchen Personen folge ich selbst auch am liebsten. Du sprichst als Blogger deine eigene Zielgruppe an Leuten an, die dir freiwillig folgen. Außerdem kannst du mit deinen Lesern kommunizieren, ihnen helfen und dich persönlich austauschen, das können andere Medien nicht.

#3. Was war dein größter Fehler in Bezug auf das Bloggen und was hast du daraus gelernt?

Zu Beginn nimmt man vielleicht oftmals mehr Kooperationen an als nötig. Das war auch bei mir so. Man freut sich über die ersten Anfragen, die man bekommt, und kann es garnicht erwarten, loszulegen.

Mittlerweile ist alles anders. Ich möchte mich mit Firmen bzw. Produkten identifizieren können, scheue mich nicht davor, Anfragen abzusagen und schreibe auch immer meine ganz ehrliche Meinung. Dementsprechend nehme ich nur Kooperationen an, die zu mir und meinem Blog passen.

#4. Erzähl uns über deinen stolzesten Blog- Moment?

Ich glaube, es gibt nicht nur einen Moment, es sind die vielen kleinen Momente, die mich stolz machen, und mich dazu bringen, dran zu bleiben. Lesern zu helfen, mit ihnen zu kommunizieren und ihnen teilweise helfen zu können. Wenn man dankende Worte, positives Feedback und Nachrichten bekommt, ist das das Größte für mich und ist mehr wert, als alles andere.

#5. Was frustriert dich am meisten am Bloggen?

Ellenbogentechnik untereinander und zu sehen, dass manche das Ganze zu ernst nehmen und den Spaß und den Gedanken dahinter vergessen. Diese 'Bots', die momentan so stark im Umlauf sind, finde ich schrecklich.

#6. Was und wie möchtest du im nächsten Jahr verbessern und was erwartest du dir in Zukunft von deinem Blog?

Ich möchte mich wieder mehr meinem Blog widmen, regelmäßiger Beiträge schreiben und mehr Zeit dafür investieren.

#7. Verdienst du bereits Geld über deinen Blog und wie genau funktioniert das?

Das kommt ganz auf die Zusammenarbeit an. Für manche Beiträge oder Fotos werde ich bezahlt, mit manchen Firmen arbeite ich als Markenbotschafter zusammen. Da verdient man zum Beispiel mittels Affiliate-Links oder durch seinen eigenen Code Provisionen.

#8. Was waren die grundlegendsten Veränderungen in deinem Leben seitdem du bloggst?

Die grundlegenste Veränderung war, dass ich gelernt habe, viel bewusster und gesünder zu leben, einfach aus dem Grund, weil ich genau das auch meinen lieben Lesern und Followern weitergeben möchte.

'Wenn man anderen ein gutes Beispiel sein will, bleibt man auch selbst motiviert.'

#9. Was war deine größte Errungenschaft außerhalb des Bloggens?

Die größte Errungenschaft ist die Zeit mit den engsten Freunden und Familie. Die Zeit auch 'offline' genießen zu KÖNNEN, mit meinem Freund abzuschalten und wenn es manchmal ein paar Tage nichts zu berichten gibt, kein schlechtes Gewissen zu haben. Der Alltag geschieht nämlich immer noch außerhalb des Internets.

#10. Was würdest du jemanden raten, der auch einen Blog starten möchte?

Ich würde ihm/ihr raten, einen roten Faden zu entwickeln. Immer den persönlichen Touch mit reinzubringen und sich selbst treu zu bleiben, sowie nie den Spaß an der Sache zu verlieren. Außerdem sollte man nicht mit dem Gedanken beginnen, damit Geld verdienen zu wollen. Das ist die falsche Herangehensweise.

Name: Alexandra
Alter: 26
Beruf / Studium (während dem Bloggen): Ich arbeite in unserem Familienbetrieb und ein paar Stunden im Monat im Bereich Personen- und Veranstaltungsschutz
Blogs, denen ich folge: annalaurakummer, berriesandpassion, berosagogreen
Lieblingsort in Wien: Innere Stadt, 1. Bezirk
Nächstes Reiseziel: Eventuell ein Städtetrip? Mal sehen :-)

Vanessa Licht
Vanessa Licht

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