Fr, 21. September 2018

18-Jährige klagt

14.11.2017 04:09

Japan: Schulen akzeptieren nur schwarze Haare

In Japan sorgt die Diskriminierung von Schülern mit nicht schwarzer und damit "nicht korrekter" Haarfarbe für Unmut. In der westlichen Provinz Osaka wurde eine Oberschülerin deswegen von Lehrerseite dazu gezwungen, ihre von Natur aus braunen Haare schwarz zu färben, anderenfalls dürfe sie nicht zur Schule kommen. Die 18-Jährige verklagte daraufhin die Schule.

Der laufende Prozess sorge für zunehmenden Wirbel, berichtete die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" am Dienstag. Es gebe Vorwürfe, solche Vorschriften zu den Haaren der Kinder sei Mobbing und eine Verletzung der Menschenrechte. Die Schulbehörde befrage nun 138 Schulen in der Region, ob und wie sie solche Haarvorschriften jeweils durchsetzen.

Entgegen dem auch im Westen verbreiteten Klischee, wonach alle Japaner von Natur aus schwarze, glatte Haare haben, gibt es auch Japaner, die mit braunen oder gewellten Haaren zur Welt kommen. Dabei handelt sich nicht nur um Kinder aus gemischten Ehen.

Gefärbte Haare als Zeichen von Aufmüpfigkeit
Hintergrund für die Erwartung schwarzer Haarfarbe an öffentlichen Schulen ist offenbar, dass es seit den 70er- und 80er-Jahren als Ausdruck aufmüpfigen Benehmens und schlechter Leistungen gilt, wenn sich Kinder die Haare färben. Andererseits ist es in ganz Japan auch unter Erwachsenen längst zur Mode geworden, sich die Haare zu färben. Dennoch gibt es auch Firmen und Sportclubs, die das Färben verbieten.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.