13.11.2017 07:57 |

Team-Debüt und Co.

Mit Teamchef Franco Foda auf Zeitreise

Auf Zeitreise mit dem neuen ÖFB-Teamchef: Auch als Spieler feierte Franco Foda sein Debüt gegen ein Team aus Südamerika. Wie er in Brasilien die heimischen Fans amüsierte.

Uruguay ist am Dienstag im Wiener Happel-Stadion ein attraktiver Gegner für Franco Foda beim ersten Länderspiel als österreichischer Teamchef. Auch als Spieler feierte der heute 51-Jährige vor 30 Jahren sein Länderspiel-Debüt gegen ein südamerikanisches Team. Am 12. Dezember 1987 wechselte ihn der damalige deutsche Teamchef Franz Beckenbauer im Estádio Mané Garrincha von Brasilia im Testspiel gegen Brasilien in der 82. Minute für Michael Frontzeck ein. Der jetzige Augsburg-Manager Stefan Reuter glich damals in der 90. Minute zum 1:1 aus. Ebenfalls sein erstes Länderspiel bestritt seinerzeit ein gewisser Jürgen Klinsmann.

Kostenloser Geschlechtsverkehr
Nach dem Spiel war bei den brasilianischen Fans aber der heutige österreichische Teamchef das Topthema. Seinen Eintausch hatten sie amüsiert verfolgt. Denn auf Portugiesisch bedeutet Franco Foda so viel wie kostenloser Geschlechtsverkehr.

Kein Maradona-Leiberl
Vier Tage später bestritt der damalige Kaiserslautern-Spieler in Buenos Aires gegen Argentinien sein zweites Länderspiel, machte dabei bei seinem 25-minütigen Einsatz eine gute Figur. Nach dem Schlusspfiff sprintete der 21-jährige Franco über das halbe Spielfeld, um das Leiberl von Diego Maradona zu ergattern. Daraus wurde zwar nichts, aber die Dress von Jorge Burruchaga ist auch ein schönes Andenken. Der hatte 1986 im WM-Finale von Mexico-City gegen Deutschland das 3:2-Siegestor erzielt.

Nach dem Schlusspfiff hielt Ferdi Hartung, der 1954 beim WM-Triumph von Deutschland gegen Ungarn in Bern einer von nur drei deutschen Fotografen im Wankdorf-Stadion war, diese Szene fest. Kurz zuvor hatte die Knipser-Legende eine Heimstory mit Foda fotografiert, fing dabei die Optik der 80er-Jahre mit dem Foda-Foto samt Ehefrau Andrea und den Hunden "Schnick" und "Schnack" ein. Auch das Bild vom Vier-gewinnt-Spielen ist kultig.

Matthias Mödl, Kronen Zeitung

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