Das Laternenfest rund um den heiligen Martin begeistert Jahr für Jahr die ganze Familie. Traditionell isst man am Martinstag auch Gänse - und für viele der Tiere bedeutet unser Brauch großes Leid. Die "Krone Tierecke" appelliert: Pflegen Sie Brauchtum mit Verantwortung!
Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…", das fröhliche Lied erfüllt die Dunkelheit, während strahlende Kinderaugen mit vielen bunten Laternen um die Wette leuchten. Für Eltern ist es ein schönes Erlebnis, im November zum Laternenfest in den Kindergarten eingeladen zu werden.
Der Schutzpatron der Armen
Es wird des heiligen Martins gedacht. Einst teilte der römische Soldat Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler - durch diese barmherzige Tat wurde er zum Schutzpatron der Armen. "Ich möchte ein Licht sein, das allen leuchtet", soll er gesagt haben. Deshalb werden an seinem Namenstag allerorts Kerzen angezündet und Umzüge durch die dunklen Gassen gemacht.
Das Tier am Teller hat oft im Ausland gelitten
Traditionell isst man am Martinstag aber auch Gänse - und für viele der Tiere bedeutet unser Brauch großes Leid. In Österreich sind die grausamen Praktiken Stopfmast und Lebendrupf zwar verboten, allerdings kommen drei Viertel aller benötigten Gänse aus dem Ausland, wo das schnatternde Federvieh nach wie vor für vermeintliche Delikatessen gestopft und für ihre Daunen lebend gerupft wird.
Setzen Sie auf Weidegänse aus Österreich!
Im Namen der Tiere daher unser Appell: Wenn es zum Martini ein Ganslessen sein soll, dann setzen Sie auf eine österreichische Weidegans! Nach einer sehr behutsamen Aufzucht der Küken (auch Gössel genannt) im Stall dürfen die Tiere schon sehr bald auf die grüne Weide. Denn Brauchtum und Kulinarik sind etwas Wunderschönes - aber bitte mit Verantwortung, auch den Tieren gegenüber!
Nützliche Links: www.gans-im-glueck.at, www.weidegans.at, www.biogans.at, www.meineweidegans.at. Lesen Sie im zweiten Teil unserer Martini-Serie: Die "Krone Tierecke" zu Besuch bei einer Weidegansbäurin!
Maggie Entenfellner, Denise Zöhrer, Diana Zwickel, Kronen Zeitung












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