05.11.2017 12:27 |

Bis zu 15 Jahre Haft

Maturantin in Linz vergewaltigt: Anklage steht

Es war eines der abscheulichsten Verbrechen des heurigen Jahres in Linz, doch jetzt ist die Anklage fertig. Ein afghanischer Asylwerber (17) und ein Linzer mit türkischen Wurzeln (27) sollen am 9. Juni eine Schülerin (18) in einem Keller in der Dinghoferstraße brutalst vergewaltigt haben. Das Opfer hat bleibende Schäden.

Die beiden Verdächtigen sollen die Jugendliche, die sich gerade auf dem Weg zu einem nahen Tankstellenshop befand, gegen 4.15 Uhr früh um Zigaretten angeschnorrt haben. Plötzlich spürte die 18-Jährige einen Gegenstand im Rücken, von dem sie annehmen musste, dass es sich um eine Schusswaffe handelt. Auf diese Weise dürfte das eingeschüchterte Mädchen gezwungen worden sein, mit dem Duo in den Keller eines ehemaligen Bordells in der Dinghoferstraße mitzukommen.

Dort wurde die Linzerin offenbar mehrfach vergewaltigt. Die mutmaßlichen Täter sollen dem Opfer dann noch die Geldbörse und das Handy geraubt haben.

Verdächtige per DNA-Spuren überführt
Sichergestellte DNA-Spuren führten die Polizei zu den Verdächtigen. Der 17-jährige Ziarmal N. und der 27-jährige Emre A. waren bereits wegen Drogendelikten amtsbekannt. Treffer in der DNA-Datenbank sowie Auswertungen privater Videoaufzeichnungen aus der Tatnacht untermauerten den Verdacht gegen die beiden. Seit Ende Juni sitzen sie in der Justizanstalt Linz in Untersuchungshaft.

"Psychologische Dauerfolgen" für Opfer
Laut Philip Christl, dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Linz, ist gegen die Beschuldigten bei Gericht nun eine Anklage wegen Vergewaltigung (Paragraf 201 Abs. 2) eingebracht worden. "Ein psychiatrisches Gutachten beim Opfer hat ergeben, dass psychologische Dauerfolgen vorliegen", so Christl.

Der Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Den Tätern drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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