Sa, 21. Juli 2018

Stammt aus Mexiko

31.10.2017 06:37

USA: Mädchen (10) nach Gehirn-OP in Abschiebehaft

Die US-Einwanderungsbehörde hat ein zehnjähriges mexikanisches Mädchen ohne Aufenthaltspapiere kurz nach einer Gehirnoperation in einem Krankenhaus in Abschiebehaft genommen. Beamte der Behörde seien dem Kind vergangene Woche in das Krankenhaus gefolgt, wo es wegen einer zerebralen Lähmung operiert worden sei, erklärte die Bürgerrechtsorganisation ACLU am Montag in einem Brief an mehrere US-Behörden. Nach dem Eingriff sei das Mädchen festgenommen worden, um es abzuschieben.

Die zehnjährige Rosa Maria Hernandez leidet unter zerebraler Lähmung, einer Krankheit, bei der die Entwicklung des Gehirns geschädigt ist, was die Bewegungen und die Muskelkontrolle beeinträchtigt. Die Mutter hatte ihr damals drei Monate altes Kind illegal in den US-Bundesstaat Texas gebracht, wo sie sich laut US-Medienberichten eine bessere medizinische Betreuung erhoffte.

Vergangene Woche war Rosa Maria laut ACLU in einem Krankenwagen auf dem Weg in eine texanische Stadt, als Beamte der Einwanderungsbehörde den Wagen stoppten. Sie folgten dem kranken Mädchen in die Klinik und blieben dort, bis die Operation zu Ende war.

Mädchen soll von Eltern getrennt werden
Die Bürgerrechtsorganisation ACLU warf den Behörden vor, dem Mädchen durch die Trennung von seinen Eltern psychologische und emotionale Schäden zuzufügen. Die Bürgerrechtler drohten mit rechtlichen Schritten, sollte Rosa Maria nicht bis Dienstag freikommen.

Ihre Eltern leben in der Stadt Laredo an der Grenze zu Mexiko. US-Präsident Donald Trump verfolgt einen harten Kurs gegen illegal ins Land gereiste Einwanderer.

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