Mo, 20. August 2018

Gesunde Regionen

30.10.2017 16:42

„Der Lungau ist nicht Floridsdorf“

Salzburg wehrt sich gegen zunehmende Zentralisierung in der Gesundheitsversorgung: Was für Wien gilt, sei noch lange nicht für unsere Regionen passend. "Der Lungau kann nicht mit Floridsdorf verglichen werden", so Kassen-Obmann Andreas Huss. Alle sprechen sich auch gegen eine Zusammenlegung der Kassen aus.

Bestes Beispiel: "Die Gratiszahnspange", so Kassen-Obmann Andreas Huss. Der Lungau sei zu klein für einen eigenen Kieferorthopäden, hieß es aus Wien. Salzburg erkämpfte für rund 80 Kinder eine eigene Stelle.

Auch Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Land warnen vor zu viel Mitbestimmung vom Bund. Christian Stöckl: "Wir haben die Finanzierung der Lehrpraxis für junge Ärzte in Salzburg jetzt ausverhandelt. Im Bund ist noch keine Lösung in Sicht."

Oder: Die Diskussion um die Primär-Versorgung. Am Land sind auch Netzwerke wie das Pilotprojekt im Tennengau sinnvoll. Fünf PHC’s sind in Salzburg bis 2020 vorgesehen. Das Krankenhaus Schwarzach bietet ein an das Spital angegliedertes Zentrum an (Konferenz, heute ab 14 Uhr - auch für Interessierte). Ärzte könnten im Spital und im PHC ausgebildet werden. Abgelegene Täler sollen über Sprechstunden mitversorgt werden.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

Zitat: Andreas Huss, Obmann der Gebietskrankenkasse in Salzburg
Wien ist die am besten versorgte Region in Österreich. Die Anzahl der gesunden Lebensjahre ist dort aber geringer als bei uns.

Karl Forstner, Präsident der Salzburger Ärztekammer
"Wir müssen die Gesundheitsversorgung optimieren, aber nicht zentralisieren. Das Klima in Salzburg macht mich zuversichtlich.

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