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Kost‘ fast nix: Wien für wenig Geld

Viel Wien für wenig Geld? Ist das in der laut Mercer-Studie "lebenswertesten Stadt der Welt" wirklich möglich? Ja! Ausleihen, tauschen, geben und nehmen - es gibt immer mehr Möglichkeiten in Wien Geld zu sparen und dabei auch noch Nachhaltigkeit zu leben. Essen, Shoppen, Kultur und Beauty fast umsonst - City4U weiß, wie man sich für wenig Geld in Wien vergnügen kann und dabei auch noch Gutes tut.

#Fair-Teiler

Fair-Teiler sind Kühlschränke, die in diversen Lokalen, Geschäften oder öffentlichen Gebäuden bereitstehen. Lebensmittel die man selbst nicht mehr braucht, die aber noch genießbar sind, können in einem der 33 Fair-Teiler in Wien abgegeben werden. Weiters sammeln Freiwillige der Initiative Food Sharing Lebensmittel direkt bei Händlern ein, die ansonsten in der Mülltonne landen würden und bringen sie zu den Kühlschränken. Die Fair-Teiler sind generell zu den Öffnungszeiten des jeweiligen Standortes zugänglich.

Eine Liste mit den Standorten gibt es hier: https://foodsharing.at/?page=fairteiler&bid=13

#Kost-Nix-Laden

Der Name des Ladens ist Programm. Hier wechselt nicht Geld den Besitzer, sondern Dinge. In die Zentagasse 26 im 5. Bezirk bringt man Gewand, Geschirr, Bücher, Spielzeug, das man nicht mehr benötigt und kann sich dafür nehmen, was man selber braucht. Sollte man einmal nichts zum Tauschen haben, kann man trotzdem bis zu zehn Gegenstände pro Tag umsonst erstehen.

#Brotautomat

Jeder Wiener wirft im Jahr rund 40 Kilogramm Lebensmittel weg. In ganz Österreich sind das insgesamt 70.000 Tonnen Essen, das eigentlich noch genießbar wäre. Vor allem frisches Brot und Gebäck wird täglich in ganzen Lastwägen zur Vernichtung gefahren. Um diese Zahlen zumindest etwas zu verringern, hat sich die Bäckerei Felzl in Neubau etwas einfallen lassen: Den Brotautomaten. Außerhalb des Cafés in der Bernardgasse angebracht, wird er jeden Abend mit Brot, Gebäck und Mehlspeisen befüllt, welche nicht verkauft wurden. Von 20 bis 6 Uhr kann man dann vergünstigt einkaufen. Dies beugt nicht nur der Lebensmittelverschwendung vor, sondern bringt auch allen was, die es nicht mehr rechtzeitig in den Supermarkt geschafft haben.

#Tausch- und Bücherboxen

Zum Wiener Stadtbild gehören sie fast schon: Die Bücherboxen der Initiative Offener Bücherschrank. Hier kann man Lesestoff, den man nicht mehr benötigt hineinlegen und sich ein Interessantes nehmen. Die Bücherboxen sind rund um die Uhr zugänglich und in mehreren Bezirken aufgestellt.

Eine Liste mit den Standorten gibt es hier: http://www.offener-buecherschrank.at/category/standorte/

In der Kandlgasse 2 im 7. Bezirk befindet sich die Tauschbox der Neubauer Grünen. Vom Kinderspielzeug, Geschirr und Gewand bis hin zu einem Staubsauger - alles, was noch funktionstüchtig ist und die Box passt, kann abgegeben werden und vielleicht den ein oder anderen mit Freude erfüllen. Natürlich kann auch das, was man selber braucht, herausgenommen werden.

#Kultur umsonst

Die zahlreichen Wiener Museen haben oft einzelne Tage im Monat, an denen der Eintritt für alle Besucher frei ist. Jeden ersten Sonntag im Monat kann man das Wien Museum, Römermuseum, Uhrenmuseum, Pratermuseum, Neidhart Fresken, Virgilkapelle und die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten gratis besuchen. Das MAK beim Stubentor öffnet jeden Dienstag zwischen 18 und 22 Uhr kostenlos seine Pforten. Immer bei freiem Eintritt besuchen kann man die Bezirksmuseen, das Geldmuseum und das MUSA (Museum Startgalerie Artothek). Die zahlreichen Musikerwohnungen von Mozart bis Beethoven kann man ebenfalls jeden ersten Sonntag im Monat für lau besichtigen.

#Der Wiener Deewan

Seit über 10 Jahren sorgt der Wiener Deewan bereits dafür, dass auch Menschen mit wenig Geld Essen gehen können. Die Maxime hier lautet nämlich "All You Can Eat, Pay As You Wish" - und das funktioniert. Der Wiener Deewan appelliert an die Eigenverantwortung der Gäste und diese enttäuschen ihn auch nicht. Seit 2005 schreibt der Betrieb in der Liechtensteinstraße 10 im 9. Bezirk jedes Jahr schwarze Zahlen. Auf der Speisekarte stehen pakistanische Speisen. Es gibt täglich bis zu fünf verschiedene zur Wahl an einem Buffet. Hier kann man sich nach dem All you can eat-Prinzip bedienen, beim Verlassen des Lokals zahlt man dann den Betrag, den man selbst für angemessen hält.

#Leihladen Leila

In der Wohnung wird etwas kaputt, aber man hat nicht das passende Werkzeug parat und möchte sich kein teures kaufen? Kein Problem. Im Leihladen Leila im 15. Bezirk kann man gegen einen kleinen Jahresbeitrag Gegenstände gratis ausleihen. Neben Werkzeug stehen auch Kameras, Sportgeräte, Küchenutensilien, Faschingsverkleidungen und Computerzubehör zum Verleih bereit.

#Waschen, Schneiden, Föhnen

Jede Dame weiß, dass ein Friseurbesuch ein ganz schönes Loch in der Geldbörse hinterlassen kann. Waschen, Schneiden, Föhnen und Färben kommt leicht auf mindestens 80 Euro. Aber auch hier gibt es eine günstige Alternative: Der Modellbetrieb der Berufsschule für Friseure. Von Dienstag bis Donnerstag kann man sich hier um einen kleinen Unkostenbeitrag verwöhnen lassen.

#Weihnachtszeit

Noch eine kleine Vorschau zum Schluss: Alle Jahre wieder kommt die Zeit der Christkindlmärkte, Weihnachtsbeleuchtung und Punschstände. Wer nicht nur um wenig Geld dem heißen Rumgetränk frönen, sondern auch noch Gutes tun will, sollte den Punschstand der Gruft auf der Mariahilfer Straße besuchen. Die Caritas-Einrichtung hilft seit 30 Jahren obdachlosen Menschen. Gegen eine freiwillige Spende kann man hausgemachten Punsch und Glühwein trinken und selbst gebackene Kekse naschen.

Oktober 2017

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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