Blogger der Woche

"Manchmal wird beim Fotografieren das Essen kalt!"

Marlene (27) und Thomas (37) betreiben gemeinsam den Blog "Kuechenrowdy.com". Erst seit Mai 2017 sind die beiden im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gekommen, ihren eigenen Blog zu betreiben - mit Erfolg. Schon nach weniger als einem halben Jahr wurden die Food-Lover für den "Best Blog Austria" nominiert. Ob man beim Kochen solcher köstlichen Rezepte permanent mit isst? City4U sprach mit Marlene und Thomas:

#1. Wann und warum habt ihr zu bloggen begonnen?

Wir wurden von Freunden und Familienmitgliedern immer wieder nach Rezepten gefragt und so kam die Idee auf, allen dieses Wissen auf einem Blog als Plattform zugänglich zu machen. Wir betreiben ihn erst seit Mai 2017 und das zu zweit - Thomas als gelernter Koch und ich (Marlene) als PR- und Social Media Expertin - so kann jeder seine Kernkompetenz ideal mit einbringen. Ohne den jeweils anderen wären wir aufgeschmissen. (zwinker) Es ist auch ein schönes Gefühl, etwas zu kreieren und dann die Ergebnisse (Likes etc) zu sehen und positive Resonanz zu erfahren. Man lernt durch den Blog auch viel Neues kennen. Sei es nun die Fotografie, in die ich (Marlene) mich seitdem sehr vertiefe und die unheimlich Spaß macht, aber genauso Infos und Hintergrundwissen zu kulinarischen Unternehmen oder Themen. Summa summarum ist der Blog ein Haufen Arbeit, aber er bereitet auch jede Menge Freude!


#2. Welchen Service kann ein Blogger seinen Lesern bieten, den andere Medien nicht bieten können?

Ein Blog ist immer persönlicher und näher am Leser dran. Er vermittelt eigene Ansichten und oft auch Hintergrundwissen - spezielles Wissen oder eine Sichtweise, die der jeweilige Blogger aufzeigt. Auch normale Medien vermitteln Wissen, aber Blogger haben die Freiheit, über so gut wie alles zu schreiben, was sie möchten. Journalisten in klassischen Medien haben hier sicherlich mehr Regeln zu befolgen und müssen sich mit ihrem Chefredakteur abstimmen.

#3. Was war euer größter Fehler in Bezug auf das Bloggen und was habt ihr daraus gelernt?

Da unser Blog erst ein halbes Jahr besteht, ist uns noch kein richtig grober Fehler unterlaufen - behaupten wir jetzt mal ganz frech, aber Schmäh beiseite, die Erfolge geben uns denke ich Recht. Wir sind an das Ganze sehr professionell und strukturiert herangegangen - so, als wäre es einer meiner (sprich Marlenes) Kunden in der PR-Agentur.

#4. Erzählt uns über euren stolzesten Blog-Moment:

Besonders gefreut hat uns, dass wir in weniger als einem halben Jahr nicht nur über 2.000 Fans auf Facebook erreicht haben, sondern es auch auf die Shortlist des Austria Food Blog Awards 2017 in der Kategorie "Best Blog Austria" geschafft haben. Da haben insgesamt immerhin über 800 Blogger heuer eingereicht.

#5. Was frustriert euch am meisten am Bloggen?

Wenn ein Shooting nicht so läuft wie geplant und die Fotos nicht zufriedenstellend sind bzw. wenn ein Gericht, von dem du dir viel Resonanz erwartest hättest, eher "untergeht". Witzigerweise bekommen dann manchmal aber andere Speisen, von denen du dir nicht so viel erwartet hättest, vollen Zulauf. Also das zu beobachten ist sehr spannend.

#6. Was und wie möchtet ihr im nächsten Jahr verbessern und was erwartet ihr euch in Zukunft von deinem Blog?

Wir möchten die Arbeit rund um den Blog definitiv noch weiter intensivieren, also noch mehr Rezepte, noch mehr Artikel in der Pastawerkstatt oder andere Berichte (Insights, Lokalaugenscheine, …). Gerne hätten wir auch noch mehr Kooperationen mit Unternehmen, denn das Ziel ist (besonders für Thomas) schon, sich hier zumindest ein halbes, zweites berufliches Standbein aufzubauen.

#7. Verdient ihr bereits Geld über euren Blog und wie genau funktioniert das?

"Echtes" Geld verdienen wir damit noch nicht, aber wir haben mit Unternehmen, hinter denen wir auch persönlich stehen, bereits ein paar Kooperationen auf Gegengeschäftsbasis gehabt. Wir bekommen Ware von ihnen und testen diese, verpacken sie in Rezepte. Im Idealfall schauen wir uns den Betrieb auch vor Ort an, denn das ist nicht nur für unsere Leser, sondern auch für uns interessant. Werbung auf Blogs ist in Ordnung, wenn man sich mit dem Unternehmen oder Produkt auch wirklich identifiziert und sie klar ersichtlich ist. Werbung für Nestle würde uns also beispielsweise nicht ins Haus kommen. (zwinker)

#8. Was waren die grundlegendsten Veränderungen in eurem Leben, seitdem ihr bloggt?

Ich (Marlene) habe mich unheimlich in punkto Fotografie verbessert. Interessiert hat es mich immer schon und ich habe meine digitale Spiegelreflex bereits vor Start des Blogs gehabt, aber jetzt hat mich das Foto-Fieber so richtig gepackt.

#9. Was war eure größte Errungenschaft außerhalb des Bloggens?

Thomas wurde im Jahr 2005 Thaibox-Champion auf Phuket und Marlene ist früher mit ihrem Pferd auf Dressurturnieren bis Klasse S gestartet.

#10. Was würdet ihr jemanden raten, der auch einen Blog starten möchte?

Nimm dir viel Zeit zur Planung und Vorbereitung, blogge nur zu etwas, das dir auch wirklich Spaß macht bzw. mit dem du dich identifizieren kannst und finde deinen eigenen Stil.

#11. Zu guter Letzt: Esst ihr beim Bloggen dann permanent mit?

Ja, alles was für den Blog gekocht wird, wird natürlich auch aufgegessen oder stand sowieso am Speiseplan. Also es wird selten eine extra Mahlzeit daraus. Manchmal geht das Shooten schnell, dann ist das Gericht noch warm, manchmal dauert es länger, dann muss sich einer mit einem ausgekühlten Teller begnügen (lacht). Zugenommen haben wir seit dem Blog eigentlich nicht, da wir immer schon sehr gerne gegessen haben (grinst) und Sport machen wir ja auch.

Name: Marlene Grabner & Thomas Talasch
Alter: 27 und 37
Beruf / Studium (während dem Bloggen): PR-Beraterin und gelernter Koch & Gerüster
Blogs, denen wir folgen: Cookingcatrin, Manly Men Foodblog und einigen mehr
Lieblingsort in Wien: Wienerwald
Nächstes Reiseziel: Südamerika

Oktober 2017

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Vanessa Licht
Vanessa Licht
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