#WehrDich

Menschen in Glaswürfel sorgen für Aufsehen in Wien

Ein Mensch in einem Glaswürfel inmitten der "The Mall" in Wien Landstraße. Er leidet, man sieht den Schmerz in seinem Gesicht. Diese pantomimische Darstellung ist Teil der #WehrDich gegen Psoriasis-Kampagne. Im Vorfeld des Welt-Psoriasis-Tages am 29. Oktober 2017 zeigten Schauspieler auf künstlerische Art und Weise, unter welchen psychischen, physischen und sozialen Problemen Menschen mit Schuppenflechte zu leiden haben.

Österreichweit gibt es rund 250.000 Menschen die von dieser chronischen Hauterkrankung betroffen sind. Ziel der Aktion ist es, Bewusstsein für die durch Schuppenflechte verursachten Probleme zu schaffen. Psoriasis führt zu roten Ausschlägen, die sich stark gegen die gesunde Haut abgrenzen. Auf der Oberfläche zeigen sich silbergraue Schuppen. Diese ziehen sich über verschiedene Stellen wie Arme oder Bauch, in schlimmen Fällen über den ganzen Körper. Dazu kommt ein unerträglicher Juckreiz, der wahnsinnig belastend für die Patienten sein kann.

Zwei Schauspieler stellten die Charakteristika der Begleiterscheinungen der Erkrankung dar. Dazu zählen Depression, soziale Ausgrenzung und Schmerz. Dementsprechend beklemmend war auch die Performance.

Florian Feber von der Kommunikationsagentur "alphaaffairs": "Immer wieder sind Leute stehen geblieben und daraus haben sich viele, interessante Gespräche ergeben. Wir wollen den Betroffenen mit dieser Aktion mitgeben, dass sie mutig sein sollen und daran arbeiten, sich nicht ausgrenzen zu lassen."

"Es haben sich sehr viele hergetraut. Nicht nur Patienten selbst, sondern auch deren Angehörige. Denen konnte man Tipps geben für Anlaufstellen, es ist nämlich sehr schwer, einen Hautarzt zu finden, der auf dem Neuesten Stand ist", so Christina Schimpf, Vertreterin von PSO Austria, der Selbsthilfegruppe für Menschen mit Schuppenflechte. "Mit dieser Krankheit ist es vor allem im Arbeitsleben schwer. Ich habe schon etliche Umschulungen hinter mir. Ich kann mich wehren gegen Ausgrenzung. Man findet auch Verständnis, aber man muss immer um alles kämpfen, sei es Therapie, Arbeit oder die Lebensumstände", Frau Stumpf weiter.

Insgesamt wurden in dem Glaswürfel vier verschiedene Themen dargestellt, die die Patienten betreffen. Darunter Angst und Mobbing. Die beiden Schauspieler sind persönlich von der Krankheit betroffen.

Oktober 2017

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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