Blass in Galerie 422

Mit Strichen zum Leben erweckt

Der Zeichner Franz Blaas ist ein kühner Denker, der durch wenige Linien große Stimmungen erzeugt. Die Malerin Maria Moser hingegen erzählt in großen malerischen Gesten von der Urmaterie. In der Galerie 422 in Gmunden haben sich die beiden Künstler nun zu einer Doppelausstellung zusammengetan.

Franz Blaas (51), der in Linz studierte, aber schon lange in Wien lebt, ist mit sehr ursprünglich und unverfälscht wirkenden Zeichnungen bekannt geworden. Er entwirft einfache Menschen und Tierfiguren. Mit ein paar Strichen zum Leben erweckt, wachsen sie zu großen Gestalten an. Denn sie sind die kleinen, stillen Helden poetischer Geschichten, die viel mit der Einsamkeit der menschlichen Seele zu tun haben.

Maria Moser (58) beharrt auf dem elementaren Werkstoff Eisen und seinen Möglichkeiten zur Verwandlung. Dennoch haben sich die Arbeiten der letzten Jahre verändert. Moser geht großzügiger an die Farbe heran und gibt der Geste noch mehr Freiraum. So entfernt sie sich von Gegenstand und Körper, sie tendiert zur monochromen Farbekstase, die sich über das gesamte Format ergießt. Immer wieder stark sinnlich und urkräftig!

Galerie 422 in Gmunden, Traunbrücke 9: bis 7. Jänner, Mittwoch bis Freitag 14 bis 18; Sa, So 10 bis 17 Uhr; 24. und 31. 12. von 10 bis 13 Uhr geöffnet; 25., 26. 12. und 1. Jänner geschlossen

 

 

Foto: Galerie 422

Donnerstag, 13. Mai 2021
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