"Kämpfen weiter!"

Eden Bar: Sanierungsverfahren für Kultlokal

Liz Taylor war dort, genauso wie Romy Schneider, Billy Wilder, Alain Delon, Udo Jürgens und viele andere Prominente: Die Wiener "Eden Bar" galt lange Zeit als Fixpunkt im mondänen Nachtleben der Hauptstadt. Nun scheinen die goldenen Zeiten jedoch vorbei zu sein: Die Kult-Lokal ist insolvent. Was ist passiert? "Zweieinhalb Jahre Baustelle ist passiert", schnauft Michaela Schimanko im "Krone"-Talk.

"Ein Kran vor der Tür und die ganze Gasse abgeplankt. Das war der Grundstein aller Probleme." Von 2011 und 2013 herrschte vor der Eden Bar in der Liliengasse Großbaustelle. Trotz aller Versuche, den laufenden Betrieb normal weiterzuführen, blieben viele Gäste aus. "Wir wurden oft angerufen, ob überhaupt offen sei", erinnert sich Schimanko.

Das Ergebnis der Dauerbaustelle: 520.000 Euro sind laut Alpenländischer Kreditorenverband ausständig. Der Insolvenzantrag wurde am Dienstag eingereicht und das Sanierungsverfahren eingeleitet. Die Gläubiger sollen eine Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren erhalten.


Die Tochter des Nachtklub-Granden Heinz Werner Schimanko hatte den Betrieb nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2005 übernommen. Heuer ist die "Eden" seit 40 Jahren in Familienbesitz - ein Verkauf also keine Option. "Die Umsatzprognosen sind sehr gut. Es wird auch niemand entlassen", so die Hausherrin, die von ihrem Bruder Heinz Rüdiger Schimanko unterstützt wird, und versichert: "Wir kämpfen weiter!"

Kalman Gergely

Oktober 2017

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