Do, 19. Juli 2018

Niederwölz

07.10.2017 16:21

Jugendlicher Brandstifter (15) ausgeforscht

Am 15. September wäre nachts in Niederwölz beinahe eine Tischlerei abgebrannt, eine aufmerksame Anrainerin hatte die Katastrophe verhindert. Nun forschte die Polizei einen 15-Jährigen aus, der neben der Werkstatt einen Haufen Sägespäne angezündet haben soll. Der Lehrling fühlte sich von Arbeitskollegen gekränkt.

Ein Zufall wollte es, dass an jenem Donnerstag eine Frau auf den Balkon ging, sich eine Zigarette anzündete und dann sah, dass es vor der Tischlerei brannte. Sie fuhr die 300 Meter zum Betrieb und weckte die Besitzer auf. Das Feuer wurde mittels Gartenschlauch gelöscht, eine Katastrophe verhindert.

Vor und während der Fahrt fiel der Frau ein verdächtiger Jugendlicher auf, den sie erst laufen, dann auf dem Fahrrad sah. Dank der genauen Personsbeschreibung und nach intensiven Erhebungen stießen Polizeibeamte auf einen Lehrling, der im Betrieb arbeitete. Der 15-Jährige leugnete anfangs die Tat, legte aber am Freitag ein volles Geständnis ab.

Gekränkter wollte Rache
Laut seinen Angaben fühlte er sich von Arbeitskollegen gekränkt und wollte deshalb Rache. Dass er am 15. September den Brand legte - er übergoss einen Haufen Sägespäne mit Benzin und zündete ihn an -, begründete er damit, dass es in dieser Nacht regnete und sich das Feuer deshalb ganz sicher nicht ausbreiten würde.

"Falsch gedacht", sagt ein erhebender Beamter, "der Haufen befand sich unter einem Vordach, der Brand hätte auf die Werkstatt und die Wohnung der Besitzer übergreifen können".

Nach der Brandstiftung rannte der Lehrling weg und kehrte auf dem Fahrrad zurück, weil er sehen wollte, ob tatsächlich ein Feuer ausgebrochen war. Der 15-Jährige befindet sich mittlerweile in der Justizanstalt Leoben.

Manfred Niederl, Kronen Zeitung

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