18.12.2006 20:27 |

Gefährliche Liebe

Britin entführt Baby, um Heirat zu erzwingen

Eine sommerliche Liebesgeschichte zwischen einer 40-jährigen Touristin aus Großbritannien mit einem 25-jährigen Griechen hatte am Montag ein schlechtes Ende. Die 40-jährige Frau wurde auf der Insel Kefallinia im Ionischen Meer als Entführerin eines sechs Monate alten Kindes festgenommen. Das Kind einer 16-jährigen Rumänin hatte die Britin ihrem Ex-Liebhaber als das "Ergebnis ihrer Liebe" präsentiert. Damit hoffte sie, den 25-Jährigen zur Heirat zu bewegen.

Die flüchtige Liebesgeschichte hatte sich im Jahr 2005 auf Kefallinia abgespielt. Danach wollte der 25-jährige Grieche nichts mehr von der Britin wissen. Wie das griechische Fernsehen berichtete, hat die verzweifelt-verliebte Frau die Entführung gestanden.

Unter bislang ungeklärten Umständen hatte die Britin in Athen die junge Rumänin kennengelernt, die zusammen mit einem rumänischen Begleiter nach Griechenland gekommen war, um ihr sechs Monate altes Kind zu verkaufen. Dafür forderten sie nach Medienberichten 16 000 Euro. Die Britin zeigte sich am Kauf interessiert, entführte das Baby jedoch, ohne zu zahlen, und brachte es nach Kefallinia.

Als der angebliche Vater auch dann kein Interesse an ihr zeigte, gab die Britin das Kind im Krankenhaus von Kefallinia ab. Sie erklärte, sie könne es nicht großziehen, sie sei dafür "nicht geeignet". Vor der Polizei und Psychologen gestand sie dann ihre Tat. Die Polizei nahm die Britin und das Paar aus Rumänin fest. Das Kind wird im Krankenhaus von Kefallinia versorgt.

Symbolbild