Mo, 22. Oktober 2018

Teilbedingte Haft

05.10.2017 16:04

Angriff am Donauinselfest: Urteil wird bekämpft

Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde hat die Staatsanwaltschaft nach dem Urteil gegen einen 19-jährigen Afghanen eingelegt, der am heurigen Donauinselfest in Wien eine um zwei Jahre ältere Studentin bedrängt hatte. Der Angeklagte war wegen geschlechtlicher Nötigung zu 18 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil wird nun bekämpft.

Man wolle das schriftliche Urteil abwarten, dieses prüfen und allenfalls dagegen Rechtsmittel einbringen, hieß es am Donnerstagnachmittag auf Anfrage bei der Staatsanwaltschaft.

Beim Tanzen umklammert, zu küssen versucht, betatscht
Die inkriminierten Vorgänge hatten sich am 24. Juni gegen 23 Uhr abgespielt. Die Slowakin, die ein Erasmus-Semester im benachbarten Ausland verbrachte, wollte ihre letzten Tage in Wien genießen. Der Afghane soll sie zunächst beim Tanzen umklammert, zu küssen versucht, gestreichelt und im Intimbereich betastet haben. Als die junge Frau sich losriss und den Bereich vor der Bühne fluchtartig verließ, folgte er ihr.

Der 19-Jährige soll die junge Frau mit einem Würgegriff gepackt und ins Gebüsch gezogen haben. Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) bekamen das mit und schritten ein, als der Afghane bereits auf der Frau kniete. Ein Beamter zog den Burschen zur Seite und sprach die Festnahme aus.

Geschlechtliche Nötigung, keine versuchte Vergewaltigung
Ein Schöffensenat wertete das entgegen der Anklage nicht als versuchte Vergewaltigung, sondern als geschlechtliche Nötigung. Bei einem Strafrahmen von bis zu fünf Jahren erschienen dem Gericht 18 Monate angemessen, davon sechs Monate unbedingt.

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