17.12.2006 22:39 |

Gute Geschäfte

Händler jubeln über dritten Advent-Einkaufssamstag

Auch am dritten Advent-Samstag ist das Fest des Friedens ganz im Zeichen des Kaufrausches gestanden. Der österreichische Handel vermeldete für einzelne Bereiche ein zweistelliges Umsatzplus, unterm Strich soll das Weihnachtsgeschäft 2006 rund 1,5 Prozent über dem Vorjahr liegen, schätzt die Wirtschaftskammer.

Besonders Frauen über 60 haben ein spendables Händchen, hieß es etwa aus Salzburg. Sie verfügten über ein durchschnittliches Weihnachtsbudget von 430 Euro. Frauen aller Altersklassen würden im Schnitt 360 Euro ausgeben, Männer 340 Euro. Die Renner in Salzburg sind Elektrogeräte und Schmuck mit zweistelligen Zuwachsraten. Aber auch jene Ware, die in den ersten Adventwochen eher liegenblieb - wie Bekleidung und Sportartikel - verkauft sich nun besser.

Das heurige Weihnachtsgeschäft sei dadurch gekennzeichnet gewesen, dass es erst recht spät begonnen habe. Der Obmann der Bundessparte Handel, Erich Lemler, rechnet damit, dass das Geschäft in den nächsten Tagen noch einmal anziehen wird. Schon derzeit würden einige Kammermitglieder von einem Andrang "wie noch nie" berichten.

BZÖ-Wirtschaftssprecher Veit Schalle kritisiert indessen den Sonntags-Ladenschluss in den Tourismusgebieten. "Ich bin gerade in der Wiener Innenstadt, die Straßen rund um den 'Graben' und die 'Kärntner Straße' sind voll. 80 Prozent sind Touristen, die vor geschlossenen Geschäften stehen. Und dort, wo offen ist, gibt es Menschenschlangen", so Veit Schalle am Sonntagnachmittag.

Dass sich in der Vergangenheit Spitzenrepräsentanten der Partei gegen eine Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten ausgesprochen hat, sieht Veit Schalle nicht als Widerspruch. Es gehe nur darum, in Touristengebieten die Ladenöffnungszeiten zu liberalisieren, betonte er.

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