Sa, 21. Juli 2018

Am Falkert verirrt

30.09.2017 16:45

Bergretter warnt vor Nebel bei Wanderungen

Zum zweiten Mal binnen 24 Stunden musste die Bergrettung Radenthein am Freitag zu einer Bergung ausrücken: Ein 22-Jähriger hatte sich im Nebel verirrt. Tags zuvor war ein deutsches Ehepaar in Bergnot geraten; Nebel hatte die Rettung massiv erschwert.

Immer öfter begeben sich Wanderer oder Tourengeher in große Gefahr, weil sie das Wetter nicht beachten. Freitag verirrte sich ein 22-Jähriger auf dem Falkert. Er wollte absteigen, geriet aber in felsiges Gelände. Nach einem Notruf stiegen Bergretter aus Radenthein zu ihm auf; sie fanden den Verirrten erst mittels Handy.

Am Tag zuvor hätte es für ein deutsches Ehepaar tödlich ausgehen können: Es war im Langalmtal unterwegs; beim Überqueren eines Schneefelds rutschte die 58-Jährige aus und erlitt massive Verletzungen. Ihr Mann (61) verletzte sich, als er ihr helfen wollte. Aufgrund des dichten Nebels konnte der Rettungshubschrauber nicht anfliegen; die Verletzte musste mittels Trage ins Tal gebracht werden. Ein Alpinpolizist: "Die Leute verlassen sich zu sehr auf Rettungskräfte."

Einsatzleiter Robert Schleiner von der Bergrettung Radenthein: "Man muss immer mit schlechtem Wetter rechnen. Wird der Nebel stärker, darf man nie den Steig verlassen." Er rät, nichts zu riskieren, sondern lieber früher als später Hilfe zu rufen. Bei vielen Bergungen setzen wir Bergretter unser Leben aufs Spiel."

Serina Babka, Kärntner Krone

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