So, 24. Juni 2018

Trüb und nass

29.09.2017 11:02

Schneerekorde: Kältester September seit 10 Jahren!

Schneerekorde statt gemütlicher Sommerausklang: Mit einer negativen Abweichung von rund 1,5 Grad brachte der September deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen. Damit war er der kühlste Sempteber seit zehn Jahren. Zudem lief der Monat auch ausgesprochen nass ab. Im Mühl- und Waldviertel setzte sich hingegen zunehmende Trockenheit durch.

Der mit 1,5 Grad unter dem vieljährigen Mittel insgesamt kühlste September seit 2007 geriet auf den Bergen sogar zum kühlsten seit 2001. Außerdem war es der trübste September seit 16 Jahren mit 30 Prozent weniger Sonnenstunden als im Mittel und das Prädikat "nass" hat er sich in der vorläufigen Monatsbilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik mit einem Niederschlag von 35 Prozent über dem Mittel verdient. Trocken war es hingegen im Mühl- und Waldviertel mit rund 40 bis 60 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel.

Neue Schneerekorde
"Vereinzelt gab es hier auch neue Schneerekorde. So war es auf der Villacher Alpe in 2140 Metern Seehöhe der schneereichste September seit Beginn der Schneemessungen im Jahr 1925. Im Laufe des Monats kamen hier 78 Zentimeter Neuschnee zusammen", so der Klimatologe Alexander Orlik.

Wenig Sommertage
Auch die Zahl der Sommertage mit Höchsttemperaturen von mindestens 25 Grad lag deutlich unter dem Soll. In einem durchschnittlichen September sind in den Landeshauptstädten zwischen zwei (Bregenz) und sechs (Innsbruck) Sommertage zu erwarten. In diesem September gab es in Salzburg, Linz und Innsbruck null Sommertage, in Klagenfurt, Bregenz und St. Pölten einen und in Eisenstadt, Graz und Wien drei.

Das kühle und nasse Wetter ließ auch wenig Platz für Sonnenschein, erläutert Orlik: "Die Zahl der Sonnenstunden liegt in diesem September um 30 Prozent unter dem Mittel. Trüber war es zuletzt im September 2001. Am längsten zeigte sich die Sonne im September 2017 an unserer Wetterstation Rohrspitz am Bodensee mit rund 160 Stunden."

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