25.09.2017 07:23 |

Nach Unfall am Feld

OÖ: Polizist fährt abgetrennten Arm ins Spital

Bewundernswerte Rettungskette nach einem schrecklichen Traktor-Unfall in Oberösterreich: Einem 50-jährigen Landwirt war von einem Maishäcksler ein Teil des Arms abgetrennt worden - die Feuerwehr fand den Arm, die Polizei brachte ihn mit Blaulicht ins Krankenhaus nach Passau!

Der schlimme Unfall passierte bei der Maisernte in Rainbach im Bezirk Schärding. Ein 50-jähriger Landwirt war mit seinem Bruder auf dem Feld nahe des Bauernhofs, beide lenkten je einen Traktor mit angehängtem Feldhäcksler. Beim Abernten der zweiten Reihe verstopfte Häckselgut das Gerät - eine Panne, die bei dem älteren Modell schon öfter vorgekommen war.

30 Meter weit mitgeschleift
Der 50-Jährige hielt den Traktor in abschüssigem Gelände an und wollte die Verstopfung lösen. Plötzlich rollte die Zugmaschine samt Anhänger los. Der Landwirt sah das zu spät, wurde unter die Fahrzeuge gerissen und 30 Meter weit mitgeschleift, bevor er auf der Wiese schwer verletzt liegen blieb. Die Maschinen fuhren noch weiter und wurden schließlich von Bäumen gestoppt.

"Als wir ankamen, saß der Verletzte am Boden, wurde bereits medizinisch versorgt. Er sagte immer nur: 'Mir tut alles weh'. Der Hubschrauber brachte ihn ins Klinikum Passau", berichtet Gruppeninspektor Andreas Lorenz.

Kirchenwirt brachte eine Kühlbox mit Eis für den Arm
Der 50-Jährige hatte Lungen- und Brustkorbverletzungen, sein linkes Bein war schwer verletzt. Die schlimmste Wunde war jedoch jene am linken Arm - der Bereich rund um den Ellenbogen war abgerissen worden. Als der Arm gefunden wurde, war der Hubschrauber jedoch schon weg. Da brachte der Kirchenwirt eine Kühlbox mit Eis, die Polizisten transportierten dann den Körperteil mit Blaulicht ins Klinikum Passau. Ob er erfolgreich wieder angenäht worden konnte, ist noch nicht bekannt.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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