Mo, 18. Juni 2018

Profil des Kanzlers

21.09.2017 16:50

Kern zu Berater-Dossiers: "Finde mich nicht darin"

Bei einer Pressekonferenz, bei der Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) am Donnerstag eine Idee zur Begrenzung von Manager-Gehältern präsentiert hat, sind auch die zuletzt aufgetauchten internen Berater-Dossiers thematisiert worden. Kern zu den seine Person betreffenden, wenig schmeichelhaften Beschreibungen: "Ich finde mich darin nicht wieder."

Am Donnerstag hatte ein Krawallblatt bereits seit Ende August kursierende herabwürdigende "Charakterisierungen" des Kanzlers veröffentlicht. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Unterlagen, die von "profil" und "Krone" auszugsweise schon vor einiger Zeit publiziert worden sind. Zuletzt hatte auch das Wiener Szeneblatt "Falter" bereits bekannte, aus dem Jahr 2016 stammende "Strategiepläne" veröffentlicht, die dem politischen Umkreis von ÖVP-Chef Sebastian Kurz zugeordnet werden können.

In dem Durcheinander dieses Wahlkampfs hatte zuletzt auch ein "Ausländerpapier" von Peter Pilz für Aufregung gesorgt. Allerdings nicht wegen des Inhalts, sondern mehr wegen der Frage, aus welchen dubiosen Quellen die Unterlagen stammen könnten.

"Habe mit dem Autor herzlich wenig zu tun"
Zu den nun erneut debattierten Papieren, die Kern betreffen bzw. kritisch beschreiben, sagt der Bundeskanzler, dass er die Unterlagen nicht kenne, mit dem Autor des Dossiers habe er "herzlich wenig zu tun". Soweit die Unterlagen der "Krone" vorliegen, handelt sich bei dem Autor um einen ehemaligen Sekretär des früheren SPÖ-Chefs und Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer.

Obergrenze für Manager-Gehälter
Das eigentliche Thema, das Kern besprechen wollte: eine Obergrenze für Manager-Gehälter bei bundesnahen Betrieben wie dem Verbund. Die Begrenzung sieht Kern bei 500.000 Euro.

Bei den NEOS reagiert man kritisch. Nach deren Ansicht sollte nicht nur für Bundesbetriebe die Gehaltsobergrenze eingeführt werden, sondern auch für stadteigene oder stadtnahe Betriebe wie in Wien.

Kronen Zeitung

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