Mo, 24. September 2018

Initiative der UNO:

19.09.2017 16:50

Ächtung aller Atomwaffen - egal, wer sie besitzt!

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz setzt am Mittwoch bei einem Festakt in der UNO durch Unterschrift einen Vertrag in Kraft, an dem Österreich maßgeblich mitgewirkt hat: die Ächtung aller Atomwaffen, egal, wer sie besitzt.

Die Unterzeichnung ist hochaktuell angesichts der Atomkrise um Nordkorea. Es ist wenig bekannt, dass Atomwaffen die einzigen Massenvernichtungswaffen sind, die unter kein Verbot fallen - weil die USA und Russland noch immer 14.000 der weltweit 15.500 Atomwaffen besitzen. Außenminister Kurz: "Wir sind nicht naiv. Es wird weiter Atomwaffen geben, aber der Vertrag sendet ein wichtiges Signal aus. Er soll Druck aufbauen und Bewusstsein schaffen über die Gefährlichkeit dieser Waffen."

Treffen mit Irans Präsident Rouhani
Die wichtigste Begegnung im Rahmen der UNO-Woche hatten Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Außenminister Kurz mit Irans Präsidenten Hassan Rouhani. Es geht um die Rettung des Anti-Atomwaffen-Abkommens der USA und der Europäer mit dem Iran.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach einem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu erklärt, er werde sehr bald entscheiden, ob sich die USA aus dem Vertrag zurückziehen. Präsident Rouhani drückte die Hoffnung aus, dass in diesem Fall die Europäer am Vertrag festhalten mögen.

Der Bundespräsident hat Rouhani zum Staatsbesuch nach Österreich eingeladen. Am Tag vorher war Van der Bellen von Jordaniens König zum Staatsbesuch eingeladen worden.

Kurz traf Vertreter aus Libyen
Ebenfalls Treffen hatten Van der Bellen und Kurz mit Repräsentanten aus Libyen. Es geht um die Stabilisierung des zerrissenen Landes. Sebastian Kurz sieht erste Erfolge: "Die Flüchtlingszahl geht zurück. Es ist keiner mehr ertrunken. Die Maßnahmen zeigen Wirkung, aber wir sind noch weit von einer wirklichen Lösung entfernt."

Bundesheersoldaten in die Ukraine?
Heftige politische Aktivitäten hat der russische Vorschlag ausgelöst, nun doch die UNO zur Friedenssicherung im Ukraine-Konflikt zuzulassen. Allerdings: Russland will den Einsatz entlang der Demarkationslinie, die Ukraine im gesamten Separatistengebiet. Außenminister Kurz: "Wenn es eine Einigung gibt, bin ich dafür, dass sich Österreich beteiligt."

Kurt Seinitz, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.