Mi, 20. Juni 2018

Provokante Werbung

19.09.2017 14:34

Melania Trump droht Sprachschule mit Klage

Eine Sprachschule in Kroatien darf keine Werbung mit Melania Trump mehr machen. Vor ein paar Tagen tauchten in Zagreb Plakatwände mit einem Foto der Gattin von US-Präsident Donald Trump und dem Werbeslogan "Stellen Sie sich mal vor, wie weit man kommen kann - mit ein bisschen Englisch" auf. Nun soll damit Schluss sein: die First Lady verlangte laut Medien, dass die Plakate binnen 24 Stunden entfernt werden.

Der aus Slowenien stammenden Präsidentengattin soll die provokative Werbekampagne gar nicht gefallen haben, berichtete der kroatische Privatsender RTL am Montagabend. Ihre Anwälte drohten mit einer Klage und verlangten, dass die Plakate umgehend entfernt werden. Die Werbungen waren in Zagreb an mehreren Stellen zu sehen.

"Die kroatischen Regeln sind klar: Niemand darf das Gesicht oder das Foto einer Person für Marketingzwecke verwenden, ohne deren Zustimmung zu haben", betonte die slowenische Anwältin Natasa Pirc Musar, die Melania Trump vertritt. Auch in dem slowenischen Heimatland der First Lady hatte die Anwältin bereits eingegriffen, nachdem Produkte mit Melanias Namen bzw. ihrem Bild auftauchten.

Die Werbeidee, mit der das Amerikanische Institut (Americki Institut) in Zagreb für seine Sprachkurse warb, wurde laut Beobachtern eher ironisch wahrgenommen - fiel die 47-jährige First Lady doch bereits mehrmals wegen ihres starken Akzents auf.

Autoren: "Botschaft keineswegs beleidigend"
Die Autoren der Kampagne äußerten sich nach der Reaktion von Melania Trump laut RTL zunächst nicht. Noch vor ein paar Tagen hatte man sich noch mit der Idee gerühmt: "Die Botschaft bezieht sich auf eine Person, die es mit wenig Sprachkenntnissen zu einer der mächtigsten Personen auf dem Planeten geschafft hat", sagte die Autorin Ivis Buric der Tageszeitung "Vecernji list" und betonte, dass die Botschaft keineswegs beleidigend sei.

Der PR-Experte Bozo Skoko widersprach dem: Die Botschaft verachte das Image, das sich die Gattin des US-Präsidenten Donald Trump mühsam in der US-amerikanischen Öffentlichkeit aufgebaut hat, sagte er auf RTL.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.