Do, 20. September 2018

Wegen Aktion 20.000:

19.09.2017 06:01

Arbeitslose über 50 werden zum Zankapfel

Über 50-jährige langzeitarbeitslose Menschen haben es besonders schwer, einen Job zu bekommen. Hier soll vom Bund Abhilfe durch die Aktion 20.000 kommen, bei der Lohn- und Lohnnebenkosten gefördert werden. Allerdings will sich das Land Oberösterreich trotz einer SPÖ-Initiative daran nicht beteiligen, was SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer "einfach nur skandalös" findet.

Schon im Juli-Landtag hat die SPÖ den Antrag gestellt, das Land Oberösterreich möge sich aktiv an der Aktion 20.000 beteiligen. Sie startet mit Jahresbeginn 2018, es gibt aber schon Pilotprojekte in Linz und im Bezirk Urfahr. Gerstorfer: "Es gibt schon über 200 Leute in Oberösterreich, die über dieses Programm einen Job bekommen haben. Deren Freude und Dankbarkeit muss man mal miterleben."

Nur Gegenargumente
Doch zum  SPÖ-Antrag habe es in der jüngsten Ausschusssitzung im Landtag nur Gegenargumente gegeben: "Bloß befristete Jobs, die gegen das Objektivierungsgesetz verstoßen und die Dienstpostenpläne sprengen", fasst Gerstorfer die ablehnende Position von ÖVP  und FPÖ zusammen. "Das heißt, all diese Dinge, die ich in meiner Zeit als AMS-Chefin dauernd von der Politik gehört habe, sind nichts mehr wert: Arbeitslosigkeit müsse unbedingt verhindert werden; jeder Tag Arbeit sei besser als Arbeitslosigkeit", erinnert  Gerstorfer: "Es ist zum Schämen!" Die SPÖ will das auch beim Landtag am Donnerstag zum Thema machen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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