Sa, 15. Dezember 2018

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01.10.2017 08:44

Im Miznon: Israelisches Street-Food mitten in Wien

"Es gibt keinen Platz auf der Welt, der diesem gleicht", wird uns bei unserer Ankunft im Miznon erklärt und das soll sich rasch bewahrheiten. Viele Leute, laute Musik, gefüllte Pita-Brote und erstklassige Zutaten: Das Ambiente in dem Ecklokal hinter dem Stephansdom wirkt durchaus chaotisch, das Essen jedoch überzeugt! Absolut!

Das Miznon wurde 2015 eröffnet und ist die bereits fünfte Filiale von Inhaber Eyal Shani, nach drei Standorten in Tel Aviv und einem in Paris. Seit geraumer Zeit hat Kathi als Küchenmanagerin den Kochlöffel in der Hand und sie ist nicht nur für die Auswahl der Speisen, sondern auch für die ausgefallenen Namen der Gerichte hauptverantwortlich. Das Verwunderliche: Trotz Bezeichnungen wie "Verunfallte Erdäpfel", "Brokkoli-Baum" oder "Intimer Moment mit Fleisch" - "kaum jemand fragt vor der Bestellung, was das eigentlich ist", so Manager Omet Shine.

Herzerwärmendes Chaos
Vielleicht liegt das daran, dass einen die fröhliche Stimmung im Miznon sofort ansteckt und man ob des herzerwärmenden Chaos und der gut gelaunten Gäste automatisch davon ausgeht, dass das Essen ebenso passt. Tut es auch, wie wir nur kurze Zeit später begeistert feststellen. Soviel sei vorweggenommen.

Pita-Brote aus Israel
Wir setzen uns draußen an einen Tisch, während wir die Speisekarte studieren ruft das Personal des Selfservice-Restaurants die Namen der Gäste auf, die sich ihr Essen abholen können. Die speziell aus Israel importierten Pita-Brote sind das Herzstück der Karte und können in den unterschiedlichsten Variationen bestellt werden. Neben großen Portionen gibt es auch die Möglichkeit "Scherzerl" zum Kosten zu bestellen, um sich etwa durch Füllungen wie Ratatouille oder Karfiol durchzuprobieren.

Ein Genuss!
Genau für eine solche Verkostung entscheiden wir uns. Zum Glück! Die flaumig weichen Pita-Brote sind ein wahrer Genuss. Wir wollen mehr! Wir kosten "Intimer Moment", sieben Stunden lang gegartes Fleisch, laut Info von Omet, und in der Mitte der auf einem Papiersackerl geschriebenen Speisekarte zu finden. Dass diese optisch wenig beeindruckt, ist dem Inhaber übrigens egal. Omet erklärt: "Das Wichtigste ist, dass sich die Gäste bei uns wohlfühlen!" Tun wir. So selbstverständlich, wie unkompliziert lässt man sich von der guten Laune der Mitarbeiter mitreißen.

"Kaum Touristen"
Auch wenn das Personal, vier Personen arbeiten in der Küche, zwei Personen im Service, sich auf Englisch unterhält - Omet etwa ist geborener Israeli - "die meisten, die zu uns kommen sind Österreicher, trotz der zentralen Lage haben wir kaum Touristen bei uns zu Gast. Die wollen wohl eher das traditionelle österreichische Essen probieren und kein israelisches Street Food bei ihrem Urlaub in Wien."

Kos ist hier übrigens, trotz israelischer Herkunft, nichts. Omet: "Wir sind koscher im Herzen, nicht koscher beim Essen!" Stark gewürzt ist hingegen alles. Eben, wie es an den Ufern des östlichen Mittelmeers wohl als Standard gilt. Weder beim Einsatz von Knoblauch noch von Schärfe wird gespart.

Das Wichtigste aber: Das Ziel, die authentische Street-Food-Küche Israels in anderen Ländern zu etablieren, ist gelungen. Definitiv fix: Wir kommen sicher wieder!

Wo: 1., Schulerstraße 4
Achtung: Im Miznon werden keine Reservierungen angenommen.

Was meint ihr dazu? Postet sie uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Julia Ichner
Julia Ichner

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