Mi, 19. September 2018

Plötzliche Wende

08.09.2017 17:30

Einbrecher auf dem Rückzug

Überraschende Wende im Kampf gegen die Kriminalität. Nach einer Flut an Einbrüchen in Kärnten ist jetzt die Zahl der Coups in Wohnhäuser und Wohnungen erstmals massiv zurückgegangen. Nur noch halb so oft wird eingebrochen. Vorbei ist auch der Boom von Alarmanlagen – die Absätze sinken wieder.

Sie steigen durch Fenster, brechen Eingangstüren auf und verschwinden mit Wertvollem: 676 Mal haben Einbrecher in Wohnungen und Wohnhäusern in Kärnten zugeschlagen. Das war noch im Jahr 2015. Erstmals nach Jahren werden jetzt plötzlich drastisch weniger Coups begangen – die Zahlen verblüffen: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Coups halbiert! „Jeder Einbruch ist einer zu viel. Es ist aber gelungen, professionelle Tätergruppen festzunehmen, die in nur wenigen Tagen bis zu 30 Delikte begangen haben“, so LKA-Chef Gottlieb Türk. Auch adaptierte Einsatzkonzepte, Schwerpunktkontrollen und Prävention in der Bevölkerung zeigten, heißt es.

Welche Umstände außerdem zum überraschenden Rückzug der Täter geführt haben, bleibt rätselhaft.

 Bestätigt wird der plötzliche Rückgang auch im Bundeskriminalamt, wie ein Sprecher erklärt. Er warnt aber vor Dämmerungs-Einbrechern, deren „Saison“ üblicherweise bald beginnt.

Vorbei ist der Boom bei Alarmanlagen, wie jüngste Zahlen zeigen. Nach einem massiven Anstieg 2015 – ausgelöst offenbar von der Verunsicherung durch die Flüchtlingskrise – ist der Absatz nun um 3,1 Prozent gesunken.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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