Di, 21. August 2018

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08.09.2017 17:29

Luchs "Alus" in Seein Bayern tot aufgefunden

Der im Zuge eines Artenschutzprojektes im Kanaltal ausgewilderte Luchs "Alus" ist - wie kurz berichtet - tot. Der Kadaver wurde Dienstag in Bayern gefunden. Der Luchs war seit 2015 im Salzburger Pinzgau unterwegs gewesen. WWF und Bayrische Umweltstiftung wollen Hinweise auf eine mögliche Straftat belohnen.

"Der Luchskadaver lag plötzlich in der Baggerschaufel, während ein Bagger Kies aus dem Saalachsee geschaufelt hat. Das Tier wurde dann vom Umweltamt untersucht. Es wurden vorerst keine Schussverletzungen gefunden. Wir wissen also nicht, ob der Kadaver aus Österreich angeschwemmt worden ist oder ob der Luchs in Bayern zu Tode gekommen ist. Die Ermittlungen laufen. Wir können aber nicht ausschließen, dass es ein Trophäenwilderer war. Der Kopf und die Vorderpfoten fehlen. Es müssen noch Wildkameras ausgewertet und Zeugen befragt werden", erklärt Pressesprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

"Alus" war im Frühjahr 2014 gemeinsam mit einem Luchsweibchen im Kanaltal von Wildtierforscher Paolo Molinari ausgewildert worden. Das Männchen ist dann 2015 in den Salzburg-Bayrischen Alpenraum abgewandert. Zuletzt konnte die Münchner Gregor Louisoder Umweltstiftung ihn im Mai per Fotofalle nachweisen. "Ob der Luchs wie viele andere in Bayern und Österreich einer Straftat zum Opfer gefallen ist, wird erst die pathologische Untersuchung endgültig zeigen. Der WWF und die Umweltstiftung haben 15.000 Euro für Hinweise, die zur Aufklärung dieses erschütternden Falles führen, ausgesetzt", so WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler.

Claudia Fischer, Kärntner Krone

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