05.09.2017 08:02 |

Spiel gegen Georgien

ÖFB-Team: Mit neuen Gesichtern gegen die Tristesse

Nach dem 0:1-Schock in Wales will Österreich am Dienstag in Wien gegen Georgien die letzte Mini-Chance am Leben erhalten. Zeigt uns Teamchef Koller das Team der Zukunft? Oben im Video sehen Sie Marcel Koller und Stefan Ilsanker in der Abschluss-Pressekonferenz.

Nur 12.000 Tickets sind weg, der WM-Zug praktisch abgefahren - aber heute muss sich die ÖFB-Truppe gegen die Tristesse stemmen. "Für Fußball-Österreich ein ganz wichtiges Spiel", verweist Koller auch  auf die noch theoretische Russland-Chance. Die er gegen Georgien mit einer veränderten Elf wahren muss. So spricht einiges für neue Gesichter. "Wir haben viele Neue, viele Junge mit dabei, schön, dass die Chemie passt." In die Aufstellung lässt sich Marcel Koller aber natürlich nicht blicken.

Alaba, der in Wales einen Schlag abbekommen hat, gab grünes Licht. Aber auch Arnautovic hat(te) Problemchen. "Wir warten das Training ab", meint der Teamchef. Der aufgrund der Ausfälle von Prödl und Sabitzer aber definitiv umstellen muss. Mit wie viel Mut zur Veränderung? Was macht Sinn?

Frischer Wind in der Abwehr?
Nach nur einem echten Training mit dem Team kann man die nachnominierten Lienhart und Sax wohl ausschließen. Aber mit dem Neo-Amsterdamer Wöber in der Innenverteidigung und Bauer, der - weil noch unbekannt - Wundertüte aus Kasan, könnte Koller in der Abwehr für frischen Debütanten-Wind sorgen. Und mit Schaub, Kainz oder Gregoritsch gäbe es auch offensive Jungspunde, falls die arrivierten Arnautovic und Co. am 0:1 von Wales kiefeln. Psychisch und physisch.

Am Montag wurde die schmerzhafte Niederlage per Video analysiert, abgehakt. Jetzt gilt die volle Konzentration Georgien: "Sie sind unterschätzt", weiß Koller. "Georgien kann einem Schmerzen bereiten. Locker reingehen wird’s nicht spielen." Da erinnert auch Ilsanker an das zittrige 2:1 in Tiflis: "Defensiv waren sie nicht gefestigt. Aber sie spielen frech, mutig." Weshalb Österreich auch im Finish ins Schwimmen geriet Das soll heute nicht passieren. Sondern der erste Schritt aus der Tristesse gelingen.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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