Di, 18. September 2018

Tag des Denkmals

04.09.2017 16:35

Auf den Spurcen Romys und Nannerls

30 Denkmäler stehen am Rupertitag interessierten Besuchern offen: Von Schloss Goldenstein, wo Filmstar Romy Schneider die Schule besuchte bis zu Mozarts Wohnhaus, wo Nannerl und Constanze die wichtigsten Frauen im Leben des Genies waren.

Eine prominente Schülerin beherbergte die private Hauptschule der Augustiner-Chorfrauen auf Schloss Goldenstein in den Fünfziger Jahren: Rosemarie Magdalena Albach (1938-1982) schrieb am dort am 10. Juni 1952 in ihr Tagebuch: "Ich muss unbedingt Schauspielerin werden!" Nur ein Jahr später stand sie mit ihrer Mutter Magda Schneider gemeinsam vor der Kamera ("Wenn der weiße Flieder blüht"). Von da an nannte sie sich Romy Schneider.

Schloss Goldenstein steht, wie 29 andere sehenswerte Bauten am 24. September, dem Tag des Denkmals, den Besuchern offen. Landeskonservatorin Ing. Eva Hody: "Wir wollen die verschiedensten Lebens- und Berufsverhältnisse von Frauen vermitteln und haben den Tag deshalb unter das Motto ’Heimat großer Töchter’ gestellt."

Am 24.Septemberist Tag des Denkmals. Das heurige Motto lautet: "Die Heimat großer Töchter"Auf denSpuren Romys und Nannerls

Sowohl in Mozarts Wohnhaus als auch im Mozart-Haus von St. Gilgen wird das Leben von Nannerl, der älteren Schwester Mozarts beleuchtet: Sie war eine begnadete Pianistin, begleitete den Wolferl auf vielen seiner Tourneen . Sie heiratete spät und lebte dann als Freifrau von Sonnenburg in St. Gilgen.

Auf Schloss Finstergrün erzählt man die Geschichte von Margit Gräfin Szapary, die ab 1903 den Neubau der Burg fortsetzte. Es war eine Sensation, als sie zwischen den Weltkriegen die Burg Prominenten als Quartier zur Verfügung stellte. Aus dieser Zeit kursieren heute noch schauerliche Spuk- und Gespenstergeschichten.

In St. Gilgen gedenkt man in der ehemaligen Volksschule der Zinkenbacher Maler-Kolonie und ihrer berühmtesten Vertreterin, Lisel Salzer, die 2005 in Seattle starb.Ihre Eltern waren im KZ Theresienstadt ermordet worden, sie selbst flüchtete nach New York, besuchte aber nach dem Krieg wieder ihre alte Heimat und schenkte viele ihrer Werke dem St.Gilgener Museumsverein.

In Hallein laden die Denkmalschützer zu einem Stadtspaziergang auf den Spuren der "Tschikweiber" und der alten Tabakfabrik. Und im Lungauer Heimatmuseum erfährt man alles über die 18 Maler der Familie Lederwasch. Genauere Infos über mögliche Besichtigungen unter "tagdesdenkmals.at".

Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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