10.12.2006 13:07 |

Schwimm-EM

Österreichs Schwimmer wieder nicht im Finale

Am Finaltag der Kurzbahn-Schwimm-Europameisterschaften in Helsinki hat das österreichische Team zwei weitere Male ein Finale knapp verpasst. Über 200 m Kraul wurde Dominik Koll in 1:46,43 Minuten 28/100 hinter dem Endlauf-Feld wie über 400 m Kraul Neunter, über 400 m Lagen belegte Jördis Steinegger mit dem tollen OSV-Rekord von 4:42,39 wie schon über 400 und 800 m Kraul Platz zehn.

Die Final-Qualifikation verpasste die 23-Jährige um 59/100. Kolls Scheitern am erwarteten Einzug unter die Top 8 war für ihn besonders bitter. Da das Abendessen im Hotel die ganze Woche lang unter jeder Kritik und erst am späteren Abend war, genehmigte sich der 21-Jährige am Samstag Abend zu früherer Stunde einen Restaurant- Besuch.

"Mir ist es dann aber schon vor dem Einschlafen schlecht gegangen und bin in der Nacht zweimal aufgewacht", erklärte Koll nach dem verhängnisvollen "Genuss" von Huhn und Reis.

Bereits beim Aufwärmen vor dem Rennen fühlte sich der Linzer etwas kraftlos, was sich im Finish des Rennens wiederholte. Bei der 100-m- Marke war er sogar noch Schnellster des Heats der Besten gewesen. "Bis 150 m ging alles so leicht, aber auf dem letzten 50er dann gar nichts mehr", war Koll deprimiert. Trotz allem hatten ihm auf Rang 3 nur 61/100 gefehlt. Coach Helge Gödecke: "Fit wäre er da am Abend um die Medaillen mitgeschwommen."

Der Trainer stellte in der ersten Enttäuschung gar den Erfolg des Höhentrainings in Frage, nachdem vom Abflug in die Sierra Nevada am 29. Oktober bis sozusagen zum letzten Abendmahl alles gepasst hatte. "In Summe hat sich die Höhe aber sicher ausgezahlt", meinte Gödecke dann doch. Mit David Brandl wurde sein zweiter 200-m-Schützling in 1:48,07 Minuten 4/100 über seiner Bestzeit 26. "Er ist es viel zu schnell angegangen", analysierte der Betreuer.

Dinko Jukic hingegen fixierte auch in seinem vierten EM-Rennen persönliche Bestzeit, seine 200-m-Kraul-Marke drückte er in 1:49,93 um gleich 2,6 Sekunden. Das wurde aber von Steinegger getoppt, sie blieb in ihrem ersten 400-m-Lagen-Lauf seit beinahe zwei Jahren 4,43 Sekunden unter dem zehn Jahre alten Rekord von Martina Nemec. Steinegger: "Wäre ich in einem schnelleren Lauf gewesen, wäre ich im Finale." Nina Dittrich wurde in 4:53,17 entkräftet 18.

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