Di, 25. September 2018

Im Qualifying top

02.09.2017 19:16

Hamilton "schwimmt" im Monza-Regen zur Rekord-Pole

Zwischenzeitlich hat das Geschehen eher an Wasser- denn an Motorsport erinnert: Das Qualifying in Monza für den Italien-Grand-Prix am Sonntag ist von Regen-Chaos inklusive zweieinhalbstündiger Unterbrechung gekennzeichnet gewesen. Lewis Hamilton wird's letztlich egal sein: Der britische Mercedes-Superstar markierte Bestzeit und holte sich die Poleposition.

Hamilton ist damit neuer Rekordhalter: 69-mal hat der Brite in seiner Karriere bereits Poleposition geholt, so viele wie sonst keiner in der (bisherigen) Formel-1-Geschichte. Den Schumacher-Rekord von 68 Polepositions hatte Hamilton bereits in der Vorwoche in Spa eingestellt. "Das auf einem so historischen Kurs zu schaffen... 69! Ich kann es nicht glauben", strahlte der 32-Jährige. Praktisch in letzter Sekunde hatte er die Bestzeit gesetzt und damit das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo noch abgefangen. Es war schon die achte Pole für Hamilton in der laufenden Saison.

Stroll startet aus Reihe eins
Hinter Hamilton landeten am Samstag rein zeitmäßig zwar Verstappen und Ricciardo, der Australier und der Niederländer müssen allerdings wegen Strafversetzungen in der Startaufstellung weit nach hinten. Vierter war der kanadische Williams-Pilot Lance Stroll, der damit am Sonntag (Rennbeginn um 14 Uhr LIVE im sportkrone.at-Ticker) aus der ersten Reihe neben Hamilton starten wird. Der Williams-Neuling ist damit der jüngste Formel-1-Pilot in der Geschichte, der es so weit nach vorne schaffte - wenngleich nicht aus eigener Kraft. Bisheriger Rekordhalter war Verstappen.

Stroll war am Samstag 23 Tage jünger als der Niederländer während des Belgien-Qualifyings 2016, das ihm den zweiten Startplatz eingebracht hatte. Auch Esteban Ocon im Force India machte einen Sprung und verbesserte sich auf den dritten Platz.

Vettel schwer enttäuscht
WM-Leader Sebastian Vettel kam mit der nassen Strecke nicht zurecht und musste sich mit Rang acht zufriedengeben. Vor dem 13. Saisonlauf hat Vettel in der Gesamtwertung sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton. Mit einem Sieg könnte der erstmals in diesem Jahr die WM-Führung übernehmen. "Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, aber das ist auch keine Überraschung", meinte Vettel nachher. "Es lag nicht an den Reifen. Wenn ich wüsste, woran es lag, würde ich es sagen." Dank der Strafversetzungen wird der 30-Jährige immerhin vom sechsten Startrang ins Rennen gehen.

Strafversetzungen ohne Ende
Überhaupt entspricht die Startaufstellung dem Qualifying-Ergebnis nur bedingt, bekamen doch insgesamt sechs Fahrer ihre Startplätze wegen der regelwidrigen Wechsel von Motor-Komponenten zugewiesen. Verstappen und Ricciardo erhielten zu ihren bereits am Freitag verhängten Strafen jeweils weitere fünf Plätze dazu, sie mussten 20 beziehungsweise 25 Positionen nach hinten. Die größten Umbauarbeiten wurden am McLaren-Honda von Fernando Alonso durchgeführt, der sagenhafte 35 (!) Plätze ausfasste.

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