Mi, 20. Juni 2018

Katastrophengebiet

31.08.2017 16:30

Jetzt fließen die ersten Hilfsmillionen

Auch einen Monat nach den verheerenden Unwettern im Enns- und Murtal laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Die Schäden betragen alleine am öffentlichen Gut etwa 34 Millionen Euro. Immerhin: Jetzt sollen die ersten fünf Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds ausgezahlt werden.

Wenn Spitzenpolitiker unmittelbar nach einer Naturkatastrophe ins betroffene Gebiet eilen und mit betroffener Miene "rasche, unbürokratische Hilfe" zusagen, dann bleiben viele skeptisch. Anfang August besuchten SP-Bundeskanzler Christian Kern und VP-Herausforderer Sebastian Kurz Oberwölz. Die "Krone" frage am Donnerstag nach. Im für den Katastrophenfonds zuständigen Finanzministerium heißt es: "Die erste Tranche in der Höhe von fünf Millionen Euro wird in diesen Tagen überwiesen, es wurden für Oktober und November weitere Zahlungen über jeweils fünf Millionen Euro vereinbart."

Über die genaue Verwendung des Geldes entscheidet die Katastrophenschutzabteilung des Landes in Absprache mit den Bezirkshauptmannschaften. "Wir tun alles, damit den Betroffenen so rasch wie möglich geholfen wird", betont Vize-Landeshauptmann Michael Schickhofer. Auch Private sollen von den Sofortmaßnahmen profitieren. Wie hoch ihr Schaden genau ist, wird nach wie vor mit Sachverständigen erhoben.

Lob für die Behörden
Im Katastrophengebiet ist zwar schon vieles erreicht, es wartet aber noch genügend Arbeit. So muss zum Beispiel das Bundesheer weitere 15 Kilometer Bachläufe säubern, auch das Wiederherstellen der Landesstraße von Oberzeiring nach Lachtal ist noch offen. Neben den Soldaten und Freiwilligen arbeiten auch die Beamten des Landes und der Bezirkshauptmannschaften mit großem Engagement, betonen die Bürgermeister Alois Mayer (Pölstal) und Johann Schmidhofer (Oberwölz).

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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