Do, 16. August 2018

"Scheitert am Geld"

29.08.2017 16:55

Kein barrierefreier Zugang: Wiener verzweifelt

Barrierefreiheit beim Wohnen ist für die Politik ein oft formuliertes Ziel. Doch mit der Umsetzung in der Praxis hapert es. In einem Gemeindebau in der Adalbert-Stifter-Straße in Wien kann ein Rollstuhlfahrer nur schwer ins Freie, weil das Geld für den Durchbruch einer Wand fehlt.

Alfred T. sitzt seit einigen Jahren im Rollstuhl. "Wenn ich meinen Mann ins Freie bringe, müssen wir mühsam einige Stufen überwinden", so Ehefrau Gerda. Den Umzug in eine behindertengerechte Wohnung kann sich die Familie aber nicht leisten.

Nein, "aus wirtschaftlichen Überlegungen"
Ein barrierefreier Weg ins Freie wäre aber über einen Raum im Keller möglich. Es müsste nur ein Durchbruch für eine Tür gemacht werden. Wiener Wohnen lehnt jedoch einen Umbau wegen des großen negativen Hauptmietzinssaldos ab.

"Es ist traurig"
Eine Hilferuf bei der Mieterhilfe der Stadt blieb ebenso erfolglos: "Aus wirtschaftlichen Überlegungen kann dieses Projekt nicht verwirklicht werden", heißt es. "Es ist traurig", sagt Gerda T., "dass die Verbesserung der Lebensqualität für meinen im Rollstuhl sitzenden Mann am Geld scheitert."

Klemens Groh, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.