Hobby-Züchter

„Ich will meine Hähne nicht töten!“

Der Pensionist Peter Schatz (73) aus Pregarten züchtet seit vier Jahren hobbymäßig seltene Hühnerrassen. Doch seit im April eine Novelle zum Tierschutzgesetz in Kraft getreten ist, hat er ein Problem: Er darf seine überzähligen Hahnenküken, die ausgebrütet wurden, nicht mehr auf der Web-Plattform willhaben.at anbieten.

Peter Schatz züchtet unter anderem Hühner der bedrohten Rasse "Sulmtaler", aber auch "Sussex", "Orpington", "Nackthals", "Marans" und "Grünleger".
"Mich faszinieren diese Tiere, ich bin täglich bei ihnen, miste aus, füttere und beobachte sie", erklärt der pensionierte Goldschmied. Er hat auch Wachteln, deren Eier er in Brutapparaten ausbrütet. "Dabei fallen auch immer 50 Prozent Hähne an, die ich leider nicht behalten kann, weil sie sich sonst gegenseitig umbringen würden", sagt der 73-Jährige.

Schlachten
Bis zur Novelle des Tierschutzgesetzes hat er die überzähligen Junghähne stets auf der Internet-Verkaufsplattform willhaben.at angeboten. Doch dort darf er diese als Privatmann nun nicht mehr verkaufen. Schatz: "Ich verstehe, dass man illegalen Welpenhändlern vorbeugen will, dabei sollte man allerdings schon mit mehr Augenmaß vorgehen." Denn falls Schatz keine Abnehmer für die Hähne findet, bleibt ihm vermutlich nur, die Tiere zu schlachten: "Das bringe ich aber auch nicht übers Herz!"

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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