28.08.2017 16:40 |

Co-Sleeping

"Familien-Betten" sorgen für Wirbel

Ein neuer Trend erobert unsere Schlafzimmer! Eltern und Kinder verbringen die Nacht gemeinsam in einem Bett - und das nicht nur im Säuglingsalter, sondern bis in die Schulzeit. Co-Sleeping, wie es in Fachkreisen genannt wird, löst jedenfalls Debatten aus. Die "Krone" fragte bei Experten nach, wie sie die Entwicklung sehen.

Das Unternehmen Wolfschwenger aus Kärnten hat sich auf Betten spezialisiert, die man - wie berichtet - je nach Anzahl der Kinder erweitern kann. Viele Eltern schwören mittlerweile auf "Familien-Betten" und schätzen dabei vor allem die Nähe zu ihren Kindern.

Vermittelt Co-Sleeping sichere Bindung?
Auch Kinder-Psychologin Simone Fröch bestätigt die positive Wirkung: "Co-Sleeping kann Kindern genau wie gemeinsames Essen und Spielen eine sichere Bindung vermitteln." Dass die Kinder dann gar nicht mehr alleine schlafen wollen, befürchtet die Expertin nicht. "Früher oder später entsteht in jedem Kind der Wunsch nach einem eigenen Schlafreich", so Fröch.

Kinder haben anderen Schlafrhythmus
Ganz anders sieht das Schlafmediziner Manfred Walzl und warnt: "Kinder brauchen ihren eigenen Schlafbereich, denn sie haben einen ganz anderen Rhythmus". Ein Schulkind sollte mindestens zwölf Stunden am Tag schlafen. Im solchen Betten wäre das aber nicht möglich. Denn: "In der Nacht bewegen wir uns bis zu 70 Mal und wenn sich ein Elternteil umdreht, können Kinder damit geweckt werden", so Walzl. Aber gegen ein bisschen kuscheln am Wochenende in der Früh hat der Schlafmediziner nichts einzuwenden.

Kronen Zeitung

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